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GDL hat Streik begonnen - Bahnverkehr größtenteils lahmgelegt

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Nun sind "erste Streikauswirkungen spürbar": Der Ersatzfahrplan für Züge im Nah- und Fernverkehr ist laut Bahn angelaufen, doch nur ein Viertel der Fernverkehrs-Züge ist unterwegs.

Zugausfälle und Verspätungen: Reisende haben es seit Dienstagabend mit Einschränkungen zu tun.

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Bahnreisende müssen sich bundesweit auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen: Laut Deutscher Bahn waren am frühen Mittwochmorgen bereits "erste Streikauswirkungen spürbar". Der Ersatzfahrplan für Züge im Nah- und Fernverkehr sei angelaufen, sagte ein Konzernsprecher.

Seit Mittwochmorgen um 2 Uhr hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auch im Personenverkehr zu Streiks aufgerufen. Im Güterverkehr, der schon seit Dienstagabend bestreikt wird, mussten laut dem Sprecher Züge stehenbleiben.

Der Streik der GDL soll Güter- aber auch Personenverkehr betreffen, ausgerechnet in der Urlaubszeit fallen damit viele Verbindungen aus. Dazu ZDF-Korrespondent Stephan Merseburger.

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Bahn: Nicht dringend notwendige Fahren verschieben

Der Streik soll der GDL zufolge bis Freitagmorgen um 2 Uhr andauern. Die Bahn bat Reisende, nicht dringend nötige Fahrten zu verschieben. Am Mittwoch und Donnerstag fährt demnach nur ein Viertel der Züge im Fernverkehr. Im Nahverkehr hat die Bahn ein "Mindestfahrplanangebot" erstellt, die Ausfälle sind laut Sprecher je nach Region unterschiedlich.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hatte nach einer Urabstimmung ihre Mitglieder im Bahnkonzern bis Freitagmorgen zu einem Arbeitskampf aufgerufen.

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Viele Fernzüge gestrichen

Das folgende Wochenende soll verschont bleiben, kündigte die GDL an. Für Mittwoch und Donnerstag hat die Deutsche Bahn 75 Prozent ihrer Fernzüge gestrichen. Priorität haben besonders stark genutzte Verbindungen zwischen Berlin und dem Rhein-Ruhr-Gebiet, zwischen Hamburg und Frankfurt sowie die Anbindung wichtiger Bahnhöfe und Flughäfen.

Ziel sei ein zweistündliches Angebot mit besonders langen Zügen auf den Hauptachsen, kündigte der Staatskonzern an. Gegenüber den Fahrgästen wolle man sich kulant zeigen, die Fahrkarten länger gelten lassen oder erstatten. Im Regionalverkehr werde das ebenfalls sehr eingeschränkte Angebot regional sehr stark schwanken.


Auch die S-Bahnen dürften betroffen sein. Man habe in dem festgefahrenen Tarifkonflikt keine anderen Möglichkeiten mehr als den Streik, sagte der GDL-Vorsitzende Claus Weselsky im Frankfurt. Einwände wegen der hohen Belastungen von Bahn und ihren Kunden durch die Corona-Krise und die Überflutungen ließ der GDL-Chef nicht gelten. "Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für einen Streik bei der Eisenbahn. Bitte wenden Sie sich an das DB-Management", antwortete Weselsky auf eine entsprechende Frage. "Corona oder auch die Flut haben mit diesem Tarifkonflikt nichts zu tun."

Scheuer appelliert an Miteinander

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) appellierte ans Miteinander. Er sagte: "Alle müssen ein Interesse daran haben, das Vertrauen in die Bahn als zuverlässiges Verkehrsmittel aufrechtzuerhalten - erst recht nach den harten Monaten der Corona-Pandemie. Deshalb sollten beide Seiten schnellstmöglich an den Verhandlungstisch zurückkehren." Die Autoindustrie, die schon jetzt mit Lieferengpässen kämpft, forderte schnellstmöglich nach Lösungen zu suchen.

Die GDL will nach seinen Worten eine Nullrunde im laufenden Jahr nicht akzeptieren, verlangt eine deutliche Corona-Prämie von 600 Euro und Einkommenssteigerungen von insgesamt 3,2 Prozent bei einer Laufzeit von 28 Monaten.Die Bahn bezeichnete den Streik als "Eskalation zur Unzeit".

Der Streik der Lokführergewerkschaft trifft sowohl Güter- als auch Personenverkehr. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann mit einer Einschätzung, wie sich das auf die Börse auswirkt.

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Der Arbeitskampf könnte wegen fehlenden Personals etwa in Bahnhöfen oder im Verkehrsmanagement daher ebenso Folgen für Wettbewerber haben."Wir führen einen Tarifstreit um Zeit und Geld", erklärte Weselsky.

Im Hintergrund steht aber der komplexe Machtkampf mit der weit größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) um die rund 200.000 Beschäftigten im Bahnkonzern.

Hessen, Frankfurt/Main: Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), spricht während einer Pressekonferenz in der GDL-Hauptgeschäftsstelle.
FAQ

Streik bei der Bahn - Worum es der Lokführergewerkschaft geht 

Die GDL hat ihre Mitglieder zu Streiks aufgerufen. Der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer geht es dabei um mehr als bloß das Gehalt - es geht um ihre Bedeutung bei der Bahn.

von Hansjürgen Piel
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