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Wer von der Corona-Krise profitiert

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Von Klopapier bis Porno-Konsum - Wer von der Corona-Krise profitiert

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Während COVID-19 viele Branchen lahm legt, gibt es andere, die in der Krise zur Hochform auflaufen. Die Isolation schafft neue Bedürfnisse und damit Krisen-Gewinner.

Die Gesundheitsindustrie boomt: Die im März rasant gestiegene Nachfrage nach Seife, Toilettenpapier und Desinfektionsmittel im Einzelhandel ließen die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen. Die Zahlen gingen teilweise wieder nach unten - entweder waren die Haushalte kurzfristig ausreichend gefüllt oder es war nicht möglich, diese Produkte zu kaufen, weil die Regale leer waren.

Auch Arzneimittel gegen Erkältung, Schmerz- und Fiebersenker haben hohen Absatz. Besonders benötigte Medizintechnik, wie zum Beispiel Atemschutzmasken, Schutzausrüstungen und Beatmungsgeräte lassen bei Herstellern die Umsatzzahlen steigen.

Homeoffice-Apps und Hanteln

Fitnessstudios sind geschlossen, es wird zu Hause trainiert. Hanteln laufen sehr gut beim Online-Shopping. Der Verkaufsschlager sind Telefon-Headsets, in Zeiten von Homeoffice ein sehr begehrtes Produkt mit über 900 Prozent Steigerung der Verkaufszahlen. Auch die Nachfrage nach Fieberthermometern ist im Vergleich zum Januar stark gewachsen. Ein am häufigsten genanntes Symptom einer Covid-19-Erkrankung ist Fieber, was den ungewöhnlichen Ansturm auf Thermometer erklären könnte. Da sich dieser Gegenstand nicht abnutzt, ist der Markt allerdings schnell gesättigt.

Der plötzliche Umstieg auf Homeoffice vieler Unternehmen erfordert professionelle Kommunikations- und Arbeitstools. Die App-Download-Statistik wird derzeit von den Arbeitstools beherrscht. Unter den Top Ten der am häufigst geladenen Apps in den Stores ist die Videokonferenz-App Zoom, der große Gewinner der Coronavirus-Krise. Innerhalb weniger Wochen stieg die Zahl der Nutzer von 10 auf 200 Millionen pro Tag.

Gewinner ist auch die Regierung: Das Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung findet Zustimmung beim Wähler, die CDU/CSU legt bei den Prozenten zu. Laut aktuellem ZDF-Politbarometer finden 74 Prozent die Maßnahmen, die zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus angeordnet wurden, gerade richtig. Die Ausgangsbeschränkungen und das Kontaktverbot von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit halten sogar 90 Prozent für angemessen.

Fernsehen und Online-Gaming

In der Krise wird wieder mehr lineares Fernsehen geschaut. TV-Sondersendungen zum Corona-Virus und zur Lage in Deutschland führen zu hohen Einschaltquoten. Bis zu Beginn der Maßnahmen am 16. März lag die tägliche Sehdauer in diesem Jahr noch bei 231 Minuten. Seit Beginn der Maßnahmen stieg diese um 11 Prozent an und lag in der zweiten Märzhälfte bei 257 Minuten. Im gesamten März 2020 lag die tägliche Sehdauer damit bei 244 Minuten. Zum Vergleich: im März 2019 betrug sie 226 Minuten.

Große Profiteure sind Online-Portale und Spiele-Netzwerke. Online-Gaming-Plattformen wie Steam, die seit kurzem auch Live-Streaming anbietet, und Twitch können von User-Rekordzahlen berichten. Am 15. März begannen die ersten Einschränkungen im öffentlichen Leben, die Unternehmen starteten mit Homeoffice, Schulen wurden geschlossen und Steam knackte zum ersten Mal die 20 Millionen-User-Marke.

Das Top-Spiel auf den Gaming-Plattformen ist der altbekannte strategische Shooter "Counter Strike: Global Offensive". Täglich starten momentan im Schnitt über eine Million Spieler dieses Spiel. Auch unter den meistgeschauten eSports-Games ist Counterstrike mit Abstand auf dem ersten Platz.

Pornoseiten profitieren

Isolationsmaßnahmen lassen die Zugriffe auch auf Pornowebsites stark ansteigen. Es werden mehr Pornos in der Pandemie konsumiert. Pornhub freut sich über besonders hohen Traffic auf seiner Seite. Auch die Nachfrage nach Kondomen steigt seit der Corona-Krise rasant.

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