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Deutsche Bank goes Google

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Digitalisierung im Finanzwesen - Deutsche Bank goes Google

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Die Digitalisierung verändert alle Branchen. Aber vor allem die Geldhäuser müssen sich anstrengen. Die Deutsche Bank verspricht sich viel von der Partnerschaft mit Google.

Apps der Deutschen Bank und Google auf einem Smartphone.
Apps der Deutschen Bank und Google auf einem Smartphone.
Quelle: epa

Die Deutsche Bank hat ein selbst für viele Mitarbeiter undurchschaubares Netz von IT-Systemen, das Ex-Boss John Cryan einst sogar als "lausig" bezeichnete. Selbst SAP biss sich die Zähne daran aus, dieses Knäuel zu entwirren.

Paradedisziplin der Banken übernehmen andere

Die ehemalige Chefin, des IT-Bereichs, Kim Hammonds hatte 2018 geschimpft, dass die Deutsche Bank das "dysfunktionalste Unternehmen" sei, für das sie je gearbeitet habe. Kurz darauf musste sie ihren Hut nehmen, schrieb sich aber noch auf die Fahnen, dass es ihr immerhin gelungen sei die Zahl der IT-Systeme der Bank von 45 auf 32 zu reduzieren. Allerdings erwähnte sie nicht, dass das eigentliche Ziel nur noch 4 sind.

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Neben diesen internen Problemen mit der IT kämpft die Bank, wie viele andere Geldhäuser auch, mit großen Umwälzungen im Bankgeschäft. Immer mehr Technologieunternehmen sind in der einstigen Paradedisziplin der Banken, dem Zahlungsverkehr, unterwegs und innovative Finanztechnologie-Unternehmen, sogenannte Fintechs, machen ihnen das Leben bei neuen Produkten und damit im Wettbewerb um Kunden schwer.

Mehrjährige Zusammenarbeit mit Google

Durch die nun verabredete und in naher Zukunft auch vertraglich besiegelte, mehrjährige Zusammenarbeit mit Google hofft die Bank nun, die berühmte Klappe gefunden zu haben, um gleich mehrere Fliegen damit zu schlagen. Denn einerseits bekommt sie direkten Zugang zu den Cloud-Dienstleistungen von Google, mit denen sie die IT neu ausrichten will. Andererseits, und das dürfte der weitaus interessantere Aspekt sein, möchte man gemeinsame, technologiebasierte Finanzprodukte entwickeln.

Die Expertise der Bankmitarbeiter trifft sozusagen auf das moderne Datenmanagement, die künstliche Intelligenz und das maschinelle Lernen von Google. Die Bank selbst feiert die Absichtserklärung als großen Schritt für die Digitalisierung des Unternehmens. Im Verlauf der kommenden zehn Jahre erwarten sogenannte Insider sogar einen Gewinn von einer Milliarde Euro durch die Partnerschaft.

Erkleckliche Summe

Doch zunächst heißt es investieren. Denn obwohl nichts darüber bekannt ist, wieviel die Bank für die Unterstützung durch Google zahlt, kann man davon ausgehen, dass es etwas kosten wird. Wahrscheinlich eine erkleckliche Summe. Aber Geld dürfte in der Angelegenheit eine eher unbedeutende Rolle spielen, hatte die Bank ja bereits vor längerer Zeit angekündigt insgesamt 13 Milliarden Euro in die Digitalisierung stecken zu wollen.

Eine Summe, die nach viel klingt, aber sie wird bitter nötig sein, damit man am Ende nicht einer der großen Verlierer im Wettbewerb ist. Noch immer gilt das, was Bill Gates bereits vor Jahren gesagt hat: "We need banking – not banks."

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