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Bundesfreiwilligendienst - Zehn Jahre Bufdi

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Entstanden einst als Lückenfüller nach dem Zivildienst, wie hat sich der Bundesfreiwilligendienst entwickelt? Zehn Jahre Bufdi - eine Bestandsaufnahme.

Ein Bundesfreiwilligendienstleistender mit einem Bewohner einer Seniorenwohnanlage
2013 nahm der Duden den Begriff Bufdi in sein Rechtschreib-Wörterbuch auf
Quelle: Imago

Mittlerweile zehn Jahre ist es her, dass der Bundesfreiwilligendienst (BFD) den Zivildienst ablöste und der erste Bufdi seinen Dienst antrat. Bufdis sollten künftig die Versorgungslücke schließen, die hauptsächlich in sozialen Einrichtungen entstand, als mit dem Wegfall des Wehrdienstes 2011 auch die Pflicht der Verweigerer, Zivildienst zu leisten, verschwand.

Seitdem haben mittlerweile knapp 400.000 Menschen den Dienst an der Gesellschaft angetreten. Die Sorge zu Beginn, es würden sich zu wenige Menschen freiwillig auf die Stellen bewerben, war unbegründet. 35.000 Freiwillige pro Jahr wurden für den Erhalt der Strukturen gebraucht, und bereits im ersten Jahr waren die vom Bund ausgerufenen Stellen besetzt. Das Interesse ist bis heute ungebrochen: 2020 leisteten im Durchschnitt 38.218 Menschen einen Bundesfreiwilligendienst.

Allein der Bundesfreiwilligendienst reicht nicht aus, um das Zivildienst- Loch zu stopfen. Die Zahl der Bufdis liegt deutlich unter der vorherigen Zahl der Zivildienstleistenden - 2002 waren es über 138.000 Zivis. Im Mittel bewegt sich die Zahl der Bufdis bei rund 40.000 pro Jahr. Zusammen allerdings mit den Freiwilligendiensten wie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) sind ungefähr so viele Menschen in sozialen Diensten wie zuvor durch den Zivildienst.

FSJ und das FÖJ können nur in - wie die Bezeichnungen verraten - sozialen oder ökologischen Einrichtungen geleistet werden, der Einsatz beim Bundesfreiwilligendienst hingegen ist vielfältiger und kann zusätzlich im Sport-, Kultur- und Integrations-Bereich absolviert werden. Schwerpunkt bleibt aber auch hier der soziale Bereich. Auch - anders als beim Zivildienst- können sich seit dem BFD Frauen bewerben und nach oben gibt es keine Altersgrenze.

Der BFD soll zwar ein Freiwilligendienst für alle Altersgruppen sein, dennoch ist der Anteil von jung und alt in der Bundesrepublik sehr unterschiedlich verteilt: im Osten ist der Anteil älterer Bufdis durchweg deutlich höher als im Westen. 2017 waren in Nordrhein-Westfalen 7.138 Freiwillige unter 27 Jahren im Dienst, dagegen nur 304 Bufdis über 51 Jahren. In Sachsen-Anhalt wiederum gab es 294 Bufdis unter 27 und 889 über 51 Jahren.

Statistisch gibt es im Osten allerdings auch weniger junge Menschen und mehr Langzeitarbeitslose, die kaum eine Chance mehr auf den regulären Arbeitsmarkt haben.

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