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Übergabe an Emirates in Hamburg - Airbus liefert letzten A380 aus

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Das Kapitel A380 ist zu Ende - 16 Jahre nach dem Erstflug. In Hamburg wurde das letzte Exemplar der weltgrößten Passagiermaschine an Emirates übergeben.

Der erste Airbus A380. Archivbild
Bester A380-Kunde: die arabische Fluggesellschaft Emirates (Archivbild)
Quelle: Maurizio Gambarini/dpa/Archivbild

Die arabische Airline Emirates hat die allerletzte Maschine des Großraumflugzeugs A380 in Hamburg von Airbus übernommen. Anders als zum weltweit beachteten Start erfolgte die Auslieferung ohne großes Spektakel. Wegen Corona waren keine Gäste bei der Übergabe auf dem Airbus-Werksgelände in Hamburg-Finkenwerder zugelassen.

Der A380 hat Platz für bis zu 853 Passagiere und eine Reichweite von mehr als 15.200 Kilometern. Mit der Riesenmaschine wollte der europäische Flugzeugbauer einst die Luftfahrt revolutionieren. Die Idee war, auf Rennstrecken zwischen großen Luftverkehrsknoten möglichst viele Passagiere mit möglichst wenigen Flugzeugen transportieren zu können. Große Chancen rechnete man sich vor allem in Asien aus.

Airlines wollen lieber kleinere Maschinen

Mittlerweile haben sich Kundenwünsche geändert - Airlines bevorzugen kleinere zweistrahlige Maschinen für möglichst viele Direktflüge auch zwischen kleineren Flughäfen in aller Welt. Denn Riesenflieger wie Boeings 747 oder eben die A380 verbrauchen mit ihren vier Triebwerken viel Treibstoff - das ist nicht wirtschaftlich, besonders wenn die Jets nicht voll besetzt sind. Hinzu kommen höhere Wartungskosten. Auch Boeing hat das Ende der 747-Ära deswegen schon verkündet.

Zwar hat Airbus Mitte des vorigen Jahrzehnts immerhin in der laufenden Produktion die Gewinnschwelle erreicht - unter dem Strich aber wohl keinen Euro mit dem Flugzeug verdient, rechnet man die Entwicklungskosten hinzu.

Airbus und Boeing (Archiv)

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Nach vielen Abbestellungen zog der frühere Airbus-Chef Tom Enders 2019 die Reißleine und verkündete vorzeitig das Aus für das A380-Programm. In die Entwicklung des Flugzeugs flossen öffentliche Gelder - vor allem aus Frankreich, Deutschland und Spanien. Airbus versprach nun, dass das Projekt A380 nicht beendet sei - schließlich wolle man die vorhandene Flotte weiterhin unterstützen.

Insgesamt 251 A380-Maschinen ausgeliefert

Der doppelstöckige Passagierjet hatte Airbus schon länger große Sorgen bereitet. Kaum noch eine Fluglinie hatte das Modell geordert. Luftverkehrsexperte Andreas Spaeth geht davon aus, dass Airbus erst "jenseits der 500" Geld mit der A380 verdient hätte. Mit der letzten Emirates-A380 waren es am Ende nur 251 ausgelieferte Maschinen.

Airbus mag den Ausflug in die Welt der Riesenflieger gleichwohl nicht als teure Fehlentscheidung werten. Programm-Chef Philippe Mhun sagte, viele der A380-Innovationen seien später dem zweistrahligen Modell A350 zugute gekommen.

Zudem war der Riesenflieger immer auch ein Prestigeprojekt im Kampf gegen den großen US-Rivalen Boeing, der den Himmel der vierstrahligen Großraumflieger damals mit dem Jumbo allein besetzt hatte.

Emirates will A380 weiter fliegen

Emirates hat Airbus insgesamt 123 Exemplare des Flugzeugs abgenommen, fast die Hälfte aller 251 jemals verkauften A380. Allerdings hat die Airline inzwischen schon fünf ausgemustert. Emirates-Chef Tim Clark hat indes versichert, dass die Gesellschaft "auch in den nächsten zwei Jahrzehnten" der größte Betreiber des Flugzeuges sein werde.

Die Lufthansa dagegen, mit 14 Exemplaren auch einer der größeren unter den insgesamt nur 14 A380-Kunden, hat das Kapitel offiziell geschlossen. Die Maschinen stehen eingemottet im spanischen Teruel, sechs davon hat Airbus bereits zu einem ungenannten Preis zurückgenommen.

Eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates. Archivbild

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