Sie sind hier:

Studie von Beratungsgesellschaft - Corona-Krise begünstigt Grundsteuer-Erhöhung

Datum:

Im Corona-Krisenjahr 2020 hat jede zehnte Kommune die Grundsteuer erhöht. Dieser Trend dürfte sich laut einer Studie von Ernst & Young künftig noch verstärken.

Archiv: Einfamilienhäuser am Stadtrand von Leipzig
Aufgrund der Coronakrise verlangen einige Kommunen höhere Grundsteuern, ein Trend der sich wohl fortsetzen wird. Das trifft Besitzer von Eigenheimen.

Die Corona-Krise dürfte weitere Erhöhungen der Grundsteuer in deutschen Kommunen auslösen. Diese Erwartung äußerte die Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) in einer am Donnerstag verbreiteten Studie.

Die sei ein Weg, um mehr Geld einzunehmen. "Die Grund- und die Gewerbesteuer sind die wichtigsten eigenen Einnahmequellen der Kommunen."

Allzu viele Möglichkeiten, ihre Einnahmesituation zu verbessern, haben die Kommunen nicht.
Mattias Schneider, Ernst & Young

Wer nicht wolle, dass wichtige Gewerbesteuer-Zahler abwanderten, werde zunächst die Grundsteuer heraufsetzen, meinte der Experte.

Höchste Grundsteuer in NRW

Im Corona-Krisenjahr 2020 hat der Studie zufolge bundesweit jede zehnte Kommune die
Grundsteuer erhöht. Davor war der Anteil jahrelang gesunken und lag 2019 noch bei neun Prozent, wie das Beratungsunternehmen in seiner Untersuchung mitteilte.

Die Bürger in Nordrhein-Westfalen zahlten demnach im Durchschnitt 212 Euro an Grundsteuer und wiesen damit die höchste Belastung auf (ohne Stadtstaaten). In Bayern wurden im Schnitt 139 Euro gezahlt. Bundesweit lag der Durchschnittsbetrag bei 172 Euro – nach 169 Euro im Vorjahr.

Vor Corona weniger Erhöhungen

Grund- und Gewerbesteuer können von Städten und Gemeinden selbst über die sogenannten Hebesätze festgelegt werden. Die Gewerbesteuer müssen Unternehmen zahlen - wie hoch sie ist, ist auch ein wichtiger Standortfaktor. Die Grundsteuer - in diesem Fall die Grundsteuer B - wird auf bebaute und bebaubare Grundstücke erhoben und von Eigentümern bezahlt - oder auf Mieter umgelegt.

Zwischen 2014 und 2019 sei der Anteil der Kommunen, die den Grundsteuer-Hebesatz erhöhten, gesunken, heißt es in der Studie. Im Corona-Jahr 2020 erhöhte sich dieser Anteil jedoch um einen Punkt auf zehn Prozent. Für die kommenden Jahre erwartet Schneider einen weiteren Anstieg.

Hohe Ausgaben, geringe Einnahmen: Die Corona-Krise hat zu einer gigantischen Neuverschuldung des Landes geführt. Wo sollen die Milliarden herkommen? Wer soll das bezahlen?

Beitragslänge:
3 min
Datum:
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.