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Stilllegung der Wirtschaft - ifo-Chef: Harter Lockdown wäre Wahnsinn

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Der Chef des ifo-Instituts hat sich im ZDF gegen einen harten Lockdown ausgesprochen. Man könne sich ihn wirtschaftlich nicht leisten. Der ifo-Index fiel zum Jahresauftakt.

Prof. Clemens Fuest, Präsident Institut für Wirtschaftsforschung, sagt: "Die Wirtschaft ist gespalten. Die Industrie läuft gut, betroffene Bereiche haben jedoch große Probleme."

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Der Präsident des ifo Instituts hat im ZDF eindringlich vor einem harten Lockdown gewarnt: "Es wäre Wahnsinn, die Industrie still zu legen." Man könne es sich wirtschaftlich nicht leisten, so Clemens Fuest im Morgenmagazin.

Fuest riet gleichzeitig davon ab, vorschnell Geschäfte wieder flächendeckend zu öffnen. Man müsse genau schauen, wie die Situation jeweils an verschiedenen Orten sei und regional agieren.

"No Covid"-Strategie ohne harten Lockdown

Konkret hieße das: In sogenannten grünen Zonen, in denen die Corona-Infektionszahlen runtergehen, könne man die Geschäfte wieder öffnen. Allerdings mit Einschränkungen bei Reisen: Shoppende aus anderen Regionen dürften nicht zum Einkaufen vorbeikommen. Berufstätigen wäre die Einreise aber erlaubt.

Das ist Teil der "No Covid"-Strategie, die vergangene Woche vorgestellt und von Clemens Fuest mit verfasst wurde. Er warnte vor Verwechslung mit der "Zero Covid"-Strategie, die einen "solidarischen Shutdown" fordert.

Fuest plädierte dafür, die Impfungen in Deutschland aggressiver voran zu treiben und mehr zu testen. Natürlich werde es Insolvenzen in Deutschland geben. Aber es sei möglich, ohne massive Insolvenzwelle aus der Pandemie zu kommen.

ifo-Geschäftsklimaindex: Stimmung schlechter

Am Vormittag wurde der Geschäftsklimaindex des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung vorgestellt. Danach hatte sich die Stimmung unter den Unternehemn zum Jahresauftakt verschlechtert. Der ifo-Geschäftsklimaindex fiel im Januar auf 90,1 Punkte von 92,2 Zählern im Vormonat.

Stimmung in Unternehmen - ifo-Index fällt wegen Corona-Pandemie 

Zum Jahresauftakt hat sich die Stimmung in den Unternehmen wegen Corona verschlechtert.

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1 min

Der ifo-Geschäftsklimaindex basiert auf monatlichen Meldungen von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und des Einzelhandels. Die circa 7.000 Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate.

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