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Folgen der Zinswende : Eigenheim für viele Gutverdiener unbezahlbar

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Für viele Menschen ist eine Immobilie ohnehin schon unerschwinglich. Doch auf für immer mehr Gutverdiener rückt der Traum vom Eigenheim weiter in die Ferne. Das zeigt eine Studie.

Archiv: blick auf sanierte Altbauten am 07.05.2019 in Kiel
Auch Menschen mit hohen Einkommen können sich im Vergleich zu Anfang 2022 deutlich weniger häufig Immobilien leisten.
Quelle: dpa

Das Angebot an bezahlbaren Wohnimmobilien zum Kauf hat sich im vergangenen Jahr laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft deutlich verringert. So sei etwa für die einkommensstärksten 20 Prozent der Haushalte das Angebot seit Beginn des Jahres 2022 stark gesunken.

"Für das einkommensreichste Fünftel der Gesellschaft waren mit 47 Prozent nicht einmal die Hälfte der inserierten Einfamilienhäuser bezahlbar."
Auszug IW-Studie "Neue Herausforderungen für die Wohneigentumsbildung"

Anfang 2022 waren es noch 62 Prozent gewesen. Paare im einkommensreichsten Fünftel verdienten im Schnitt rund 5.000 Euro netto.

Zinsen für Immobilienkredite gestiegen

Für Haushalte mit mittleren Einkommen (rund 3.730 Euro netto) ist bei Einfamilienhäusern der Anteil des erschwinglichen Angebots von 40 Prozent im ersten Quartal auf 28 Prozent im dritten Quartal gefallen. Als Hauptgrund sehen die Autoren der am Donnerstag veröffentlichen Untersuchung die Zinswende im vergangenen Jahr mit wieder gestiegenen Zinsen für Immobiliendarlehen.

Als erschwinglich gilt laut Studie eine Immobilie dann, wenn die Haushalte höchstens 30 Prozent ihres Einkommens für Zins und Tilgung eines Darlehens aufwenden müssen.

Immer weniger Menschen können sich das Bauen und Kaufen von Immobilien leisten. Erstmals seit langer Zeit sinken nun die Immobilienpreise, aber mieten wird teurer.

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Mehr Wohnungen und Häuser werden angeboten

Die Zinswende habe auch Auswirkungen auf die Angebotssituation in öffentlich zugänglichen Online-Inseratsplattformen, hieß es. So seien die Angebotszahlen seit Jahresbeginn 2022 deutlich angestiegen.

Im Oktober 2022 seien deutschlandweit 60 Prozent mehr Ein- und Zweifamilienhäuser und 41 Prozent mehr Eigentumswohnungen als zu Jahresbeginn inseriert gewesen.

Es gibt Hinweise darauf, dass höherpreisige Regionen stärker von Kaufzurückhaltung betroffen sind.
Auszug IW-Studie "Neue Herausforderungen für die Wohneigentumsbildung"

Die inserierten Kaufpreise seien trotz der Kaufzurückhaltung bisher weitestgehend stabil geblieben.

Altbauwohnungen in Berlin-Neukölln

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von Christian Volk
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