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Arbeitnehmer-Umfrage - IG Metall will klare Regeln für Homeoffice

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Während der Corona-Pandemie sind Angestellte in Deutschland flächendeckend ins Homeoffice gewechselt. Die IG Metall will das auch in Zukunft - mit klaren Regeln.

Eine Frau arbeitet im Homeoffice.
59 Prozent der Arbeitnehmer wollen selbst entscheiden, wann sie im Homeoffice arbeiten.
Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild/Archiv

Viele Beschäftigte in Deutschland wollen laut einer Umfrage im Auftrag der IG Metall auch nach der Corona-Krise häufig von zuhause arbeiten. "Wir müssen jetzt raus aus dem heimischen Improvisations-Theater und rein in eine professionelle Arbeitsumgebung", so die Zweite Vorsitzende, Christiane Benner.

Die Beschäftigten bräuchten eine angemessene, ihren individuellen Bedarfen angepasste Ausstattung. Benner kündigte an, dass die IG Metall das Recht auf gute Arbeit im Homeoffice durch Betriebsvereinbarungen absichern werde. Es gebe bereits gute Beispiele.

Wunsch nach klar definierten Arbeitszeiten

In einer Umfrage im Auftrag der IG Metall nannten es 59 Prozent besonders wichtig, selbst darüber entscheiden zu können, wann sie im Homeoffice und wann sie im Büro arbeiten. Ebenso häufig wurden gute digitale Kontaktmöglichkeiten zum Austausch mit Kollegen und Vorgesetzten genannt. Vor allem jüngere Arbeitnehmer wünschten sich zudem klar definierte Zeiten, zu denen sie erreichbar sein müssten.

Grundsätzlich ist der unverhoffte Digitalisierungsschub im Homeoffice bei den Angestellten gut angekommen: Die überwiegende Mehrheit von 78 Prozent würde in Zukunft gerne zumindest zeitweise zuhause arbeiten, 11 Prozent wollen gleich ganz umziehen und nur 9 Prozent lieber wie gehabt die volle Zeit im Büro verbringen.

"Minimal-Ausstattung" soll Arbeitgeber bereitstellen

Knapp die Hälfte (48 Prozent) der Befragten hatte aber keinen abgetrennten Arbeitsbereich zur Verfügung, sondern hat sich in einem normalen Wohnraum eingerichtet. Auch für die Arbeitsmittel wie Bildschirm oder einen ordentlichen Stuhl musste jeder zweite zumindest teilweise selbst sorgen.

Als "Minimal-Ausstattung" verlangt die IG-Metall externe Maus und Tastatur, einen guten Bildschirm und einen ordentlichen Bürostuhl. "Die Kosten dafür muss der Arbeitgeber tragen. Homeoffice gibt es nicht zum Nulltarif."

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