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Automobilmesse in München - Proteste gegen IAA - Autobahnen gesperrt

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Demonstranten seilen sich von Autobahnbrücken ab, Greenpeace kritisiert Greenwashing: Die Eröffnung der Automesse IAA in München wird von heftigen Protesten begleitet.

Die IAA startet heute erstmals in München. Sie ist längst keine reine Automesse mehr, denn Mobilität und Umwelt spielen eine große Rolle. Dennoch protestieren Greenpeace-Aktivisten gegen die Messe.

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Umweltaktivisten haben sich am Eröffnungstag der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in München von mehreren Autobahnbrücken im Umland der bayerischen Landeshauptstadt abgeseilt. Die Münchner Polizei bestätigte auf Anfrage am Dienstag, dass es an mindestens sechs Orten zu Protestaktionen kam. Die entsprechenden Straßenabschnitte wurden gesperrt.

Auf der A9 etwa kletterten Aktivisten auf eine Schilderbrücke und überklebten die Aufschrift - "Verkehrskollaps 2000 m" stand dort dann geschrieben. Gegen Mittag konnte die Polizei die Autobahnen wieder freigeben, nachdem die Demonstrantinnen und Demonstranten die Brücken verlassen hatten und abgeführt wurden.

Die IAA ist nach München umgezogen und dreht sich nun um Mobilität insgesamt – und damit auch um den Klimaschutz. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann zum neuen Image der Automesse.

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Kurz darauf sperrte die Polizei eine Autobahn erneut, weil mehrere Menschen kurz vor dem Messegelände ein Transparent an einer Brücke befestigten. Gegen die Beteiligten der Aktionen auf den Autobahnen wird nun ermittelt - unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Nötigung, wie eine Sprecherin sagte.

Banner über Autobahn ausgerollt

Die Aktivisten erklärten, mit ihrer Aktion "der Öffentlichkeit die allgegenwärtige Gefahr der Klimakrise vor Augen" führen zu wollen. Den Fokus der diesjährigen IAA auf klimaneutrale Mobilität kritisierten die Aktivisten als "Greenwashing". "Die Zerstörungskraft von Elektroautos ist mindestens genauso groß wie die der Verbrenner", erklärte eine Aktivistin.

Unser Ziel ist nicht weniger als die Automobilindustrie und ihre Lobby zu zerschlagen.
Aktivistin bei IAA-Protesten

Die Demonstranten forderten einen flächendeckenden, kostenlosen öffentlichen Nahverkehr. Auch die Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr solle stärker ausgebaut werden.

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Eine Gruppe von 15 Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace demonstrierte außerdem vor dem Messeeingang der IAA.

Greenpeace: Ausstoß an CO2 wird weiter zunehmen

Laut einer aktuellen Berechnung der Umweltorganisation werden die drei deutschen Hersteller VW, Daimler und BMW im Jahr 2030 etwa 215 Millionen Tonnen CO2 mehr ausstoßen, als sie zum Einhalten der 1,5-Grad-Grenze dürften.

"Die deutsche Autoindustrie befeuert die Klimakrise immer weiter", erklärte Greenpeace-Verkehrsexperte Benjamin Stephan. "Damit sich das ändert, müssen die Konzerne viel schneller weg von klimaschädlichen Verbrennungsmotoren". Auch Greenpeace schloss sich dem Vorwurf des Greenwashing an: Obwohl auf der IAA nahezu ausschließlich Elektroautos gezeigt würden, verkauften die Hersteller weiterhin zu 90 Prozent Autos mit Verbrennungsmotor, kritisierte Greenpeace.

Die globale Autoindustrie hofft bei der neu konzipierten IAA auf ein Durchstarten nach der Pandemie-Zeit. Viele Anbieter zeigten am Montag Fachbesuchern und Medien ihre Neuheiten in München.

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Die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, erklärte am Dienstag: "Wir diskutieren auch mit denen, die anderer Meinung sind". Die IAA zeige Wege zum Klimaschutz und biete Lösungen für "Millionen von Menschen".

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Aktionen und Proteste geplant - Bündnis will IAA blockieren 

Das neue Konzept der Internationalen Automobil-Ausstellung sei eine "grüne Lüge", genauso wie protzige E-Autos, sagen Aktivisten. Für Samstag rufen sie zu Protesten auf.

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