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ifo-Institut warnt : Minijob-Reformpläne auf Kosten von Frauen?

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Laut Berechnungen des ifo Instituts werden geplante Reformen der Ampel-Regierung die Teilzeitfalle noch verschärfen. 40.000 Frauen könnten demnach ihre Vollzeittätigkeit aufgeben.

Archiv: Eine Frau, die Kaffee auf einem Tablett trägt, spiegelt sich am 13.07.2017 im einer verspiegelten Außendecke des Porsche-Museums in Stuttgart.
Geplante Minijob-Reformen verschärfen Teilzeitfalle für Frauen, hat das ifo-Institut berechnet.
Quelle: dpa

Die von der Ampel-Regierung geplanten Reformen bei Mini-Jobs könnten laut Berechnungen des Ifo-Instituts insbesondere Frauen in Teilzeitbeschäftigungen drängen.

Zwar hätten die Reformen insgesamt eine positive Auswirkung auf die Arbeitsmarktbeteiligung, jedoch würden vor allem Männer ihre Arbeitszeit erhöhen.
ifo-Forscher Maximilian Blömer

Frauen dagegen würden demnach ihre Arbeitszeit verringern und noch häufiger in Teilzeit arbeiten.

Obdachlose, Rentner, Geringverdiener, Alleinerziehende, Migranten: Immer mehr Menschen sind hilfsbedürftig und drängen in soziale Einrichtungen. Der Konkurrenzdruck steigt.

Beitragslänge:
30 min
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Minijobs: Erhöhung von 450 auf 520 Euro

Die Ampel-Koalition will Mini- und Midijobs attraktiver gestalten. So soll unter anderem die Verdienstgrenze bei Minijobs von 450 auf 520 Euro angehoben werden. Außerdem sind laut Regierungsentwurf Steuerentlastungen geplant - durch die Anhebung der Werbungskostenpauschale von 1.000 auf 1.200 Euro im Jahr und des Grundfreibetrages von 9.984 auf 10.347 Euro im Jahr.

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Das ifo Institut warnt nach eigenen Berechnungen davor, dass mit der geplanten Reform rund 80.000 Frauen mehr in Teilzeit mit wenigen Stunden arbeiten würden, 40.000 weitere Frauen ihre Vollzeittätigkeit aufgeben.

Die negativen Beschäftigungswirkungen entstehen vor allem durch die Kombination des bestehenden Ehegattensplittings sowie der Ausweitung der steuer- und abgabenfreien Minijobs.
Maximilian Blömer, Autor der Berechnungen

"Dies bedeutet, dass die Teilzeitfalle durch die von den Ampel-Koalitionär*innen vorgesehenen Reformen nicht begrenzt werden kann. Ganz im Gegenteil ist damit zu rechnen, dass sie durch deren Umsetzung sogar noch weiter verschärft wird", schreiben die Autoren Maximilian Blömer und Valentina Consiglio weiter.

Finanzielle Unabhängigkeit bewahren, Altersarmut vorbeugen

Beitragslänge:
4 min
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ifo: Bundesregierung verfehlt ihr Ziel

Zwar hätten die geplanten Steuerentlastungen auch positive Effekte auf die Beschäftigung. Die Arbeitszeit von Frauen werde sich durch die geplanten Reformen jedoch um umgerechnet 7.000 Vollzeitstellen verringern.

Mit den geplanten Reformen verfehle die Regierung somit ihr erklärtes Ziel, "die Verdrängung von regulären Arbeitsverhältnissen durch Minijobs sowie die Teilzeitfalle insbesondere für Frauen zu verhindern", kritisierte Blömer. Zudem entstünden dem Staat Kosten von rund 6,5 Milliarden Euro.

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