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3 Prozent im Jahr 2021 : Ifo-Institut: Höchste Inflation seit 1993

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Das Münchner Ifo-institut erwartet für das Jahr 2021 mit 3 Prozent die kräftigste Teuerung seit 1993. Auch die Inflations-Prognose für 2022 fällt aus dem Rahmen.

Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln. Archivbild
Ein Einkaufswagen mit Lebensmitteln. Archivbild
Quelle: Fabian Sommer/dpa

Das Ifo-Institut erwartet in diesem Jahr mit drei Prozent den höchsten Anstieg der Verbraucherpreise seit fast 30 Jahren. Für das kommende Jahr erwarten die Münchner Ökonomen eine Inflationsrate zwischen zwei und 2,5 Prozent, wie das Institut an diesem Mittwoch mitteilte. Auch das wäre ein erheblich schnellerer Preisanstieg als im Mittel der vergangenen zehn Jahre.

Eine Inflationsrate von über drei Prozent ermittelte das Statistische Bundesamt zuletzt 1993. Damals stiegen die Preise um 4,5 Prozent.
Seither lag die durchschnittliche jährliche Preissteigerung immer unter drei Prozent.

 Auch Prognose für 2022 ist hoch

Doch: Auch die für 2022 erwartete Preissteigerung von 2 bis 2,5 Prozent fällt aus dem Rahmen, jedenfalls gemessen an den Raten der vergangenen Jahre. Eine Inflation von zwei Prozent gab es zuletzt 2012.

Vor allem die temporäre Mehrwertsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 und der Absturz der Energiepreise während der Coronakrise haben zu außergewöhnlich niedrigen Preisen im Jahr 2020 geführt.
Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser.

Die vergleichsweise hohe Inflation in diesem Jahr beruht laut Ifo-Institut wesentlich auf der Corona-Krise: Im vergangenen Jahr waren krisenbedingt die Energiepreise gesunken. Außerdem hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt. So sank die Inflationsrate 2020 auf 0,5 Prozent.

Corona-Nachholbedarf wohl größer als erwartet

Ob andere Faktoren die Preise stärker treiben als prognostiziert, ist laut Ifo unsicher. Demnach könnte der Nachholbedarf der Verbraucher nach der Corona-Krise stärker ausfallen als bisher angenommen.

Auch könnten die steigenden Preise für Rohstoffe und Vorprodukte bei anhaltenden Materialengpässen auf Waren- und schlussendlich Verbraucherpreise durchschlagen.

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