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Stark gestiegene Preise : Bleibt die hohe Inflation im neuen Jahr?

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Die sprunghaft gestiegenen Preise belasten viele Menschen. Bleibt die Inflationsrate weiterhin hoch? Was haben Energiepreisbremsen und Zinserhöhungen gebracht? Ein Überblick.

Noch nie zuvor gab es in der Bundesrepublik eine höhere Inflation als im vergangenen Jahr. Und die Preise bleiben auf sehr hohem Niveau und belasten Bürger und Unternehmen stark.

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Das Leben in Deutschland hat sich im vergangenen Jahr so stark verteuert wie nie seit Gründung der Bundesrepublik. Kräftig gestiegene Preise für Energie und Lebensmittel trieben die Jahresinflation 2022 auf 7,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt anhand einer ersten Schätzung mitteilte. Im Jahr 2021 hatte die Teuerungsrate bei 3,1 Prozent gelegen.

Wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte, hat sich die Inflation im Dezember deutlich abgeschwächt und ist wieder unter die zehn-Prozent-Marke gefallen. Der Verbraucherpreisindex stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,6 Prozent. Verglichen mit November dieses Jahres sanken die Preise sogar. Im November hatte die Teuerung im Jahresvergleich noch 10,0 Prozent betragen, im Oktober 10,4 Prozent.

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Was sind die wichtigsten Gründe für die gestiegene Inflation?

Vor allem die enorm gestiegenen Energiepreise nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine heizten die Teuerung 2022 an. Gas und Heizöl kosteten teilweise mehr als das Doppelte als im jeweiligen Vorjahresmonat.

Die Preissteigerungen im Dezember sind geringer ausgefallen. Ein Zukunftstrend? ZDF-Korrespondentin Stephanie Barrett mit einer Einschätzung.

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Die Spritpreise erreichten zeitweise nie gekannte Höhen. Das Statistische Bundesamt beobachtete im Laufe des Jahres zunehmend auch "Preisanstiege bei vielen anderen Gütern, besonders bei Nahrungsmitteln" in Europas größter Volkswirtschaft.

Wie wirkten 9-Euro-Ticket und Tankrabatt?

Die auf drei Monate befristeten Maßnahmen sorgten im Sommer 2022 für etwas Entlastung. Nach dem Auslaufen des günstigen Tickets für den öffentlichen Personennahverkehr sowie der zeitweisen Steuersenkung auf Kraftstoffe zog die Inflationsrate jedoch wieder kräftig an.

Die höchste Teuerungsrate des vergangenen Jahres wurde bislang im Oktober gemessen. In dem Monat stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland zum Vorjahresmonat um 10,4 Prozent.

Trotz anhaltender Inflationsgefahr und der massiven Corona-Welle in China droht Deutschland im neuen Jahr laut Bundesbank voraussichtlich kein tiefer Wirtschaftseinbruch.

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Was unternimmt die EZB gegen die hohe Inflation?

Die Euro-Währungshüter erhöhten im vergangenen Jahr erstmals seit elf Jahren wieder die Zinsen im gemeinsamen Währungsraum. Weitere Anhebungen werden 2023 erwartet. "Wir lassen nicht nach. Wir müssen eine längere Strecke gehen", sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde unlängst.

Erhöhungen der Leitzinsen verteuern Kredite und bremsen die Nachfrage. Das hilft, die Inflationsrate zu senken, allerdings nicht von heute auf morgen. Zinserhöhungen hätten Wirkungsverzögerungen von 18 Monaten bis zu zwei Jahren, erläuterte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel: "Deswegen muss ich an dieser Stelle noch um Geduld bitten."

Welche Folgen haben die Energiepreisbremsen?

Mit den Preisbremsen für Strom und Gas will der deutsche Staat die Folgen der gestiegenen Kosten für Verbraucher und Unternehmen abfedern. Für private Haushalte sowie kleine und mittlere Firmen sollen die Bremsen ab März gelten, für Januar und Februar ist eine rückwirkende Entlastung geplant.

Nach Einschätzung von Volkswirten wird das den Anstieg der Inflation im laufenden Jahr dämpfen. Der Konjunkturchef des Instituts für Weltwirtschaft Kiel (IfW), Stefan Kooths, hält die Entlastung aber für teuer erkauft: "Die niedrigere Inflationsrate (...) wird über massive Subventionen teuer erkauft, die die Energiekrise nur vordergründig mildern."

Die hohen Energiekosten sind für viele Verbraucher und Unternehmen eine große Belastung. Die Preisbremse für Strom und Gas wird künftig vielen Menschen zugute kommen.

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Ist bald ein Rückgang der Inflation zu erwarten?

Ökonomen machen Verbrauchern und Unternehmen trotz der staatlichen Preisbremsen wenig Hoffnung auf einen deutlichen Rückgang der Teuerung. "Im Verlauf von 2023 dürfte die monatlich gemeldete Inflationsrate zwar wieder sinken, zunächst jedoch nur graduell", erwartet die Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW, Fritzi Köhler-Geib.

Wirtschaftsforschungsinstitute rechnen im Schnitt des laufenden Jahres mit Teuerungsraten zwischen gut 5 Prozent und mehr als 6 Prozent. Erst 2024 dürfte der Preisdruck nach ihrer Einschätzung deutlich nachlassen.

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Wird die Inflation durch steigende Löhne angetrieben?

Bislang gibt es wenig Anzeichen dafür, dass stark steigende Löhne als Reaktion auf die hohe Inflation die Preise zusätzlich anheizen. Nach vorläufigen Berechnungen des Tarifarchivs des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erhöhten sich die Tariflöhne im Jahr 2022 zum Vorjahr um durchschnittlich 2,7 Prozent. Der Anstieg lag damit deutlich unter der Inflationsrate.

Im laufenden Jahr können Beschäftigte dem WSI zufolge angesichts der jüngsten Abschlüsse 2022 auf insgesamt deutlich höhere Tarifzuwächse hoffen. Nach Einschätzung von Bundesbank-Präsident Nagel haben die Lohnabschlüsse allerdings "erkennbar die Balance" zwischen den Interessen der Arbeitnehmer und der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gehalten, wie Nagel kürzlich dem "Stern" sagte.

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