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Studie : Inflation trifft Familien besonders stark

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Familien mit geringem Einkommen leiden einer Studie zufolge am meisten unter der Inflation. Die Steuerentlastungen würden die soziale Schieflage nicht mildern, warnen Experten.

Eine Familie mit Kinderwägen.
Typische Einkäufe von Familien mit niedrigem Einkommen verteuerten sich laut Studie um 8,4 Prozent im Juli 2022.
Quelle: Felix Kästle/dpa/dpa-tmn/Symbolbild/Archiv

Familien mit niedrigem Einkommen leiden einer aktuellen Studie zufolge weiterhin am meisten unter der hohen Inflation. Während sich die Warenkörbe für die deutschen Haushalte insgesamt im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,5 Prozent verteuerten, mussten Familien mit niedrigem Einkommen für ihre typischen Einkäufe sogar 8,4 Prozent mehr zahlen.

Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in seinem am Dienstag veröffentlichten Inflationsmonitor.

[Inflationsprotokolle: "Ich lebe von der Hand in den Mund"]

Singles mit hohem Einkommen von Inflation weniger betroffen

Noch am wenigsten trafen die Preissteigerungen demnach Singles mit hohem Einkommen. Ihre Lebenshaltungskosten erhöhten sich um 6,4 Prozent.

Dass Haushalte mit niedrigen Einkommen besonders stark von der Inflation belastet sind, liegt laut IMK daran, dass die aktuell größten Preistreiber - Haushaltsenergie und Lebensmittel - bei ihren Ausgaben eine besonders große Rolle spielen.

Hohe Energiepreise, die Inflation nimmt zu und auch die Kosten im Alltag steigen. Viele Menschen stehen nun vor einem Problem und fragen sich, wie sie das alles finanzieren sollen.

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Die IMK-Konjunkturexperten warnten:

Wenn demnächst die Inflation zusätzlichen Schub erhält, weil 9-Euro-Ticket und Tankrabatt auslaufen und die Gasumlage eingeführt wird, dürfte die soziale Schere bei den Belastungen sogar noch weiter aufgehen.
IMK-Konjunkturexperten

Denn zusätzliche Preissteigerungen bei der Haushaltsenergie schlügen bei Haushalten mit niedrigeren Einkommen besonders stark durch.

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Experten: Steuerentlastungen mildern Schieflage nicht

Die vom Bundesfinanzministerium vorgeschlagenen Steuerentlastungen würden die soziale Schieflage nicht mildern, warnten die Experten. "Denn damit würde gerade jenen Personen wenig oder gar nicht geholfen, die nach den Ergebnissen unserer Forschung besonders stark belastet sind."

[Welche Hilfen es gibt - und wer profitiert: Die Entlastungen im Überblick]

Um in den nächsten Monaten eine soziale Schieflage zu vermeiden, seien eine weitere Energiepauschale für alle Haushalte sowie ein Preisdeckel für einen Grundverbrauch beim Gas besser geeignet, urteilte IMK-Direktor Sebastian Dullien.

ILLUSTRATION - Ein Einkauf liegt in einem Einkaufswagen in einem Supermarkt, aufgenommen am 31.03.2022
Grafiken

Neue Daten zur Inflation - Nahrungsmittel teurer, Bahnfahrten günstiger 

Energie, Lebensmittel, Freizeit: In fast allen Bereichen sind die Kosten auch im Juni gestiegen. Doch 9-Euro-Ticket und Tankrabatt wirken dem Trend entgegen.

von Robert Meyer
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