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Inflation: Etwas Entspannung : Teuerungsrate in Deutschland leicht gesunken

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Die Inflationrate kannte seit langem nur eine Richtung - die nach oben. Nun ist sie erstmals von 7,9 auf 7,6 Prozent gesunken. Es ist aber eher eine Atempause als ein Wendepunkt.

Kassenbon und Lebensmittel
Kassenbon und Lebensmittel
Quelle: dpa

Die "Angst vor der Acht" war heute spürbar groß am deutschen Aktienmarkt. Der Dax rutschte am Frankfurter Parkett zeitweise knapp zwei Prozent nach unten.

Skepsis nach wie vor groß

Dann, um 14 Uhr, kam die Erleichterung. Die Inflation für den Juni hat sich etwas entspannt und ist im Vergleich zum Mai von 7,9 auf 7,6 Prozent gefallen. Das Börsenbarometer erholte sich leicht, um dann wieder den Rückwärtsgang einzulegen.

Es zeigt: Auch, wenn die Dynamik der Teuerung in Deutschland nun erstmals seit Monaten etwas an Schwung verloren hat, ist die Skepsis nach wie vor groß. Michael Heise, Chefvolkswirt HQ Trust:

Es ist eine kleine Erleichterung für die Verbraucher, dass der Juni gegenüber dem Vormonat keinen weiteren Kaufkraftverluste brachte. Allerdings handelt es sich wohl eher um eine Atempause und nicht um einen Wendepunkt in der Inflation.
Michael Heise, Volkswirt

Tankrabatt, Neun-Euro-Ticket und geringere Ölpreise senken Inflation

Im Juni mussten Verbraucher abermals deutlich tiefer in die Tasche greifen, als noch im Juni des vergangen Jahres. Waren und Dienstleistungen kosteten durchschnittlich 7,6 Prozent mehr, wie das Statistische Bundesamt mitteilte - doch so viel wie im Mai, als die Teuerungsrate mit 7,9 Prozent so hoch ausgefallen war wie seit dem Winter 1973/74 nicht mehr, war es nicht.

"maybrit illner" mit dem Thema "Alarmstufe beim Gas - wird Energie unbezahlbar?" vom 23. Juni 2022, um 22:15 Uhr im ZDF.

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Ein kleiner Lichtblick für die Verbraucher in diesem Monat waren der Tankrabatt, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für neun Euro im Monat und der leicht gesunkene Ölpreis. Diese drei - staatlich herbei geführten Faktoren - haben zu einer hauchdünnen Entspannung bei den nach oben galoppierenden Preisen gesorgt.

Wendepunkt nicht in Sicht

Auch, wenn es heute passend zum Sommer nach Eitel-Sonnenschein aussehen mag - die Kaufkraftverluste für die Verbraucher werden auf absehbare Zeit wohl bestehen bleiben. Den Höhepunkt der Inflation sehen Ökonomen für den Herbst. Im August nämlich laufen die staatlichen Entlastungsmaßnahmen wie Tankrabatt und Neun-Euro-Ticket aus. Schon im September könnte die Inflation dann wieder steigen.

Die derzeitige, in Deutschland vorherrschende Stagflation, also das gleichzeitige Auftreten einer stagnierenden Wirtschaft bei steigenden Preisen, wird die Politik wohl weiter zum Handeln auffordern.

Ein Preissprung und ein Rekord jagt den nächsten. Die Erzeugerpreise stiegen im Mai verglichen zum Vorjahresmonat um rund ein Drittel - der stärkste Anstieg seit 1949.

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Bundeskanzler Scholz plant Inflationsbonus

Eine Möglichkeit, die Konjunktur wieder ins Laufen zu bringen und nicht gleichzeitig durch eine Lohn-Preis-Spirale die Inflation in Deutschland noch weiter anzuheizen, ist der Inflationsbonus.

Ein solcher Bonus, der von den Arbeitgebern steuerfrei ausgezahlt werden kann, soll die Kaufkraftverluste der Arbeitnehmer etwas kompensieren und gleichzeitig die Konflikte in den kommenden Tarifrunden entschärfen. Doch bis dahin ist es noch ein paar Monate hin.

Schatten einer Familie im Abendlicht

Bundesfamilienministerin - Paus: Weitere Entlastungen für Familien nötig 

Wegen steigender Preise für Lebensmittel und Energie will Familienministerin Lisa Paus (Grüne) Familien ab Herbst weiter entlasten. Doch es droht Streit in der Ampel-Koalition.

Keine Schuhe kaufen im Sommer-Sale

Dass fast alles immer teurer wird, macht sich auch an anderen Stellen bemerkbar. Besonders deutlich bekommt das der Einzelhandel zu spüren. Es herrscht gerade Ausverkaufstimmung in deutschen Städten. Der Sommer-Schlussverkauf hat begonnen, doch das Geld sitzt bei den meisten schon lange nicht mehr locker.

Bei der hohen Inflationsrate wollen die Verbraucher vor allem an Schuhen und Bekleidung sparen, heißt es in einer heute veröffentlichten Studie der Hans-Böckler-Stifung. Über alle Einkommensgruppen hinweg wollen demnach 39 Prozent der Befragten künftig weniger Nahrungs- und Genussmittel kaufen. Bei Bekleidung und Schuhen will sich mehr als jeder Zweite (53 Prozent) einschränken.

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