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Drastischer Preissprung - Inflation steigt so stark wie seit 1993 nicht

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Energie, Lebensmittel, Wohnen: Die Preise für Verbraucher zogen zuletzt deutlich an. Die jährliche Teuerungsrate steigt auf 3,8 Prozent - so stark wie seit fast 30 Jahren nicht.

Steigende Baustoffpreise, steigende Energiekosten, steigende Lebensmittelpreise – das alles schlägt sich in der Inflationsrate nieder: Sie steigt seit Jahresbeginn rasant an.

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Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im Juli um voraussichtlich 3,8 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag nach vorläufigen Ergebnissen mit. Im Vergleich zum Vormonat Juni nahm die Teuerung demnach um 0,9 Prozent zu.

Damit stieg die jährliche Teuerungsrate zum ersten Mal seit August 2008 (3,1 Prozent) wieder über die Drei-Prozent-Marke. Einen höheren Wert als 3,8 Prozent hatten die Wiesbadener Statistiker für Deutschland zuletzt im Dezember 1993 ermittelt.

Bundesamt: Mehrwertsteuersenkung ist ein Grund für Inflation

Verantwortlich für den hohen Anstieg der Inflationsrate im Juli ist laut Bundesamt insbesondere ein sogenannter Basiseffekt, der auf die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuersätze im Juli 2020 zurückzuführen ist. Seit Januar 2021 befinden sich die Mehrwertsteuersätze für fast alle Waren und Dienstleistungen wieder auf dem vorherigen Niveau.

Die genaue Höhe des Basiseffekts sei aber nur schwer zu benennen, da gleichzeitig auch andere Preiseffekte wirkten, wie zum Beispiel die CO2-Bepreisung und übliche Marktentwicklungen, erläuterten die Statistiker. Bei der Senkung der Mehrwertsteuersätze im Juli 2020 hatte der rein rechnerische Effekt bei minus 1,6 Prozentpunkten gelegen.

Preise für Energie und Nahrungsmittel stiegen besonders stark

Energie verteuerte sich im Juli im Jahresvergleich um 11,6 Prozent. Nahrungsmittel wurden laut Statistik um 4,3 Prozent teuer. Der Preis für Dienstleistungen, darunter die Wohnungsmiete, erhöhte sich um 1,3 Prozent.

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von Marcel Burkhardt
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