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Sorge vor anhaltender Teuerung : Inflation: Kommt das dicke Ende erst noch?

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Der Preisdruck bleibt hoch, daran lassen die neuesten Zahlen für Mai keinen Zweifel. Und die Sorge der Deutschen nimmt zu, dass sich die Inflation weiter hochschaukelt.

Ein zerknitterter Kassenzettel liegt in einem Einkaufswagen.
Die Angst vor der anhaltenden Teuerung wächst.(Symbolbild)
Quelle: dpa

Pflanzenöl, Butter, Tomaten: Gefühlt wird gerade alles teurer. Geht man in den Baumarkt, die gleiche nüchterne Erkenntnis: Unglaublich, was man inzwischen für zwei Latten Holz, ein paar Schrauben und eine Hortensie an der Kasse bezahlen muss. Losgelöst von persönlichen Einkaufserfahrungen lässt der Blick nach vorne nichts Gutes erahnen.

Die jüngsten Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte, also die Preise, die beispielsweise Autobauer für Metall, Landwirte für Düngemittel oder Chemieunternehmen für Verpackungsmittel bei ihren Zulieferern ab Werk bezahlen werden müssen, sind im April verglichen mit dem Vorjahresmonat erneut um über 33 Prozent gestiegen.

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Vorboten der Inflation

Es war der höchste Anstieg seit Beginn der Erhebung 1949. Und das besorgniserregende daran, diese Zahlen gelten als Frühindikator für die Inflation; sie sind gewissermaßen die Vorboten dafür, wie sich die Verbraucherpreise vermutlich in den kommenden Wochen entwickeln.

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Die Menschen in Deutschland sorgen sich inzwischen vor einer Inflation - sogar mehr als vor militärischen Konflikten oder Klimawandel. Vermutlich weil die akuten Geldsorgen sehr viel unmittelbarer sind. Jeder dritte Berufstätige kommt mit seinem Gehalt nicht mehr über die Runden. Besonders betroffen sind die Arbeitnehmer mit einem Nettoeinkommen von unter 2.000 Euro.

Die Verbraucherpreise lagen um 7,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. ZDF-Börsenexperte Frank Bethmann berichtet über die Folgen für Verbraucher und die Wirtschaft.

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Viele Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen fordern mehr Lohn

55 Prozent der vom Jobportal Indeed befragten 1.000 Arbeitnehmer*innen wollen aufgrund der hohen Inflation eine Lohnerhöhung fordern; fünf Prozent haben dies bereits getan. Zehn Jahre lang sind die Löhne in Deutschland weitestgehend moderat gestiegen. Einer der Hauptgründe, dass wir uns eine Dekade lang nicht den Kopf über Inflation zerbrechen mussten.

Diese Zeit ist vorbei.
Joachim Nagel, Präsident der Bundesbank

Das weiß der neue Bundesbank-Präsident Joachim Nagel. Er erwartet hohe Zahlen bei den Tarifverhandlungen, spätestens in der zweiten Jahreshälfte. Bereits jetzt haben die Gewerkschaften in einigen Tarifverträgen Gehaltserhöhungen von im Schnitt etwa vier Prozent erwirkt.

Frau bezahlt im Laden ihren Einkauf

Folgen der Inflation - Umfrage: Geld bei vielen Arbeitnehmern knapp 

Bei Beschäftigten wird wegen der steigenden Preisen das Geld knapp. Das geht aus einer Umfrage hervor. Viele können sich vorstellen, den Job zu wechseln oder wollen mehr Gehalt.

Ökonom warnt vor Lohn-Preis-Spirale

"Höhere Lohnforderungen werden kommen", ist sich auch Isabel Schnabel, deutsche Vertreterin im Direktorium der Europäischen Zentralbank sicher. Der Blick auf die IG Metall genügt: 8,2 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten der Eisen- und Stahlbranche fordert die mächtige Gewerkschaft. Was den Ökonom und Ex-Wirtschaftsweisen Peter Bofinger zu seiner klaren Einschätzung treibt:

Wir sind schon in der Lohn-Preis-Spirale drin.
Peter Bofinger, Ökonom

Also in diesem Mechanismus, der erst die Preise, dann die Löhne und aufgrund der gestiegenen Lohnkosten dann weiter die Preise steigen lässt. Inflationsbedingt "wird es für die Gewerkschaften extrem schwer sein, Lohnabschlüsse zu akzeptieren, die keinen Kostendruck im Sinne einer Lohn-Preis-Spirale erzeugen", urteilt Bofinger.

Aufgrund des Krieges in der Ukraine sind die Preise stark gestiegen. Die G7-Minister und Notenbank-Chefs beschließen deshalb eine Leitzinserhöhung.

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