Sie sind hier:

Strategische Zusammenarbeit - China und der Iran unterzeichnen Abkommen

Datum:

Der Iran und China bauen ihre wirtschaftlichen Beziehungen aus. In Teheran unterzeichneten Vertreter beider Ländern ein Kooperationsabkommen mit einer Laufzeit von 25 Jahren.

Irans Präsident Rouhani (r.) und Chinas Außenminister Wang Yi.
Irans Präsident Rouhani (r.) und Chinas Außenminister Wang Yi.
Quelle: -/Iranian Presidency/dpa/Bild vom 26.03.2021

China und der Iran wollen künftig enger zusammenarbeiten. Am Samstag unterzeichneten der iranische Außenminister Mohammad Dschawad Sarif und sein chinesischer Kollege Wang Yi in Teheran ein auf 25 Jahre angelegtes Abkommen über die "politische, strategische und wirtschaftliche" Kooperation beider Länder.

Im Verhältnis zwischen Europa und Amerika ist einiges aufzuholen. Wird sich durch den Amtsantritt von Joe Biden bei den Themen Strafzölle, Handel, Klima, Iran, China sowie der Beziehung zur NATO etwas ändern? Brüssel hofft auf einen Neuanfang.

Beitragslänge:
4 min
Datum:

Abkommen für beide Seiten strategisch wichtig

Das Abkommen markiert ein deutliches Zusammenrücken der beiden Länder. Es ebnet China den Weg für Investitionen in Milliardenhöhe. Im Gegenzug will der Iran Öl zu günstigen Preisen liefern. Auch eine Zusammenarbeit auf militärischem Gebiet soll demnach geplant sein.

Irans Präsident Hassan Ruhani bezeichnete die Zusammenarbeit mit China als strategisch. "Wir wollen China als einen großen Handelspartner des Iran", so Ruhani laut der Webseite des Präsidialamts in seinem Treffen mit Wang Yi am Samstag. Das Abkommen hatte Ruhani schon zuvor als ein strategisch wichtiges Projekt für Wirtschaftswachstum im Iran sowie Stabilität und Frieden in der Region eingestuft.

China schon jetzt wichtigster Handelspartner des Iran

Auch der chinesische Außenminister Wang Yi wird von iranischen Nachrichtenagenturen ähnlich zitiert:

Unsere Beziehungen zum Iran werden nicht durch die gegenwärtige Situation beeinflusst, sondern sind dauerhaft und strategisch.
Wang Yi, chinesischer Außenminister

Für China ist das Abkommen mit Teheran Teil seiner ehrgeizigen Initiative "One Belt, One Road", die an die historischen Handelsrouten der Seidenstraße anknüpft. China ist bereits jetzt der wichtigste Handelspartner des Iran.

Grundstein für engere Zusammenarbeit vor fünf Jahren gesetzt

Der Grundstein für die umfassende Kooperationsvereinbarung sei vor fünf Jahren beim Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Teheran gelegt worden. Xi und sein iranischer Kollege Hassan Ruhani hatten bei dem Treffen eine Stärkung der bilateralen Beziehungen ihrer Länder beschlossen und unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Häfen, Energie, Industrie und Dienstleistungen vereinbart.

Im vergangenen Jahr führte die geplante Kooperation allerdings zu einer Kontroverse im iranischen Parlament, nachdem Ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad die Regierung beschuldigt hatte, Verhandlungen über eine "neue, 25-jährige Vereinbarung mit einem ausländischen Land" zu führen, ohne die iranische Bevölkerung zu informieren.

Alltag in Teheran

US-Sanktionen - Warum Irans Wirtschaft vor dem Kollaps steht 

Der Iran ächzt unter strengen Sanktionen der USA. Orientexperte Daniel Gerlach erklärt, wie schlecht es der Wirtschaft geht - und warum das Vorbild der Iraner nicht China ist.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.