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Kabinett billigt Förderprogramm - Azubi-Prämien für Betriebe werden verdoppelt

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Mehr Azubi-Prämien, Beteiligung an Lehrgängen: Die Bundesregierung will den Ausbildungsmarkt in der Corona-Krise stärker unterstützen. Das Kabinett billigte entsprechende Pläne.

Die Regierung spannt einen Azubi-Rettungsschirm in Höhe von 700 Millionen Euro auf. Betriebe, die in der Corona-Krise ausbilden, sollen höhere Prämien erhalten.

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Die Bundesregierung hat großzügigere Hilfen für Unternehmen zur Stärkung des Ausbildungsmarkts in der Corona-Krise verabschiedet: Das Kabinett billigte entsprechende Pläne von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU), das Programm "Ausbildungsplätze sichern" auszubauen.

Die neuen Fördermöglichkeiten sollen eine coronabedingte Krise am Ausbildungsmarkt verhindern. Sie treten zum neuen Ausbildungsjahr im Juni 2021 in Kraft.

Verdoppelung der Azubi-Prämien geplant

Vorgesehen ist, dass künftig auch Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern die sogenannten Azubi-Prämien bekommen können, wenn sie trotz coronabedingter Schwierigkeiten weiter ausbilden. Bisher lag die Grenze bei maximal 249 Mitarbeitern.

Außerdem ist eine Verdoppelung der Prämien für solche Betriebe geplant, die trotz großer wirtschaftlicher Probleme wegen Corona ihre Ausbildungsplätze erhalten oder sogar ausbauen - sie können künftig bis zu 6.000 Euro pro Ausbildungsplatz bekommen.

Verpasster Lernstoff, fehlende Praktika, weniger Ausbildungsplätze: Viele Schüler und Azubis stehen vor großen Herausforderungen - und werden in ihrer Zukunftsplanung ausgebremst.

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Der Bund will sich zudem an der Finanzierung von Lehrgängen für Azubis beteiligen, die vor der Abschlussprüfung stehen - und es sollen Prämien für Betriebe finanziert werden, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen.

Heil hofft, durch die Maßnahmen mehr Unternehmen motivieren zu können, junge Menschen auszubilden:

Eine gute Ausbildung ist wesentlich für ein gutes Leben. Das müssen wir jungen Menschen auch in Krisenzeiten ermöglichen.
Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) 

Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit erhöht

Laut Karliczek werden auch die Zuschüsse zur Vermeidung von Kurzarbeit während einer Ausbildung erhöht. Bisher werden diejenigen Unternehmen, die trotz eines erheblichen Arbeitsausfalls von mindestens 50 Prozent ihre Ausbildungsaktivitäten fortsetzen, mit 75 Prozent der monatlichen Brutto-Ausbildungsvergütung gefördert. Des weiteren sollen den Angaben zufolge ein neuer Zuschuss für Kleinstunternehmen eingeführt und der Kreis der antragsberechtigten Unternehmen ausgeweitet werden.

Das Förderprogramm startete im Sommer 2020 und wurde im Dezember zum ersten Mal überarbeitet. Seit Beginn wurden bis Februar 2021 rund 33.700 Prämien positiv entschieden, wie aus dem jüngsten Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt hervorgeht.

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