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Coronavirus - Köln verliert Millionen durch Karneval-Absage

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Dieses Jahr wird es auch an den Karnevalstagen wegen Corona außergewöhnlich still am Rhein. Das kostet die Stadt Köln einer Studie zufolge Hunderte Millionen Euro.

Ein Zeppelin mit der Aufschrift «bliev zohuss» (Bleib zuhause).
Ein Zeppelin mahnt über Köln auch zum Karneval mit der Aufschrift "bliev zohuss" (Bleib zuhause).
Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild/Archiv


Die Absage der Karnevalsfeierlichkeiten kostet die Stadt Köln einer Studie zufolge knapp 600 Millionen Euro. Von dem üblichen Umsatz pro Session - also im Zeitraum 11.11. bis Aschermittwoch - blieben dieses Mal wohl nur etwa neun Millionen Euro beziehungsweise weniger als zwei Prozent übrig, heißt es in einer Analyse der Unternehmensberatung Boston Consulting Group.

Jochen Schönfelder von der Beratungsfirma erklärte: "In nahezu allen Bereichen des Karnevals sind die Einnahmen aufgrund der Corona-Maßnahmen weggebrochen."

Durch Corona wurde der Karneval in den meisten Städten abgesagt. Die Düsseldorfer halten trotzdem das traditionelle Hoppeditz-Erwachen per Livestream ab und hoffen auf bessere Zeiten im nächsten Jahr.

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Musiker, Veranstalter und Gastgewerbe in Köln Leidtragende

Wegen der Pandemie sind in diesem Jahr alle Karnevalsfeiern in Gruppen untersagt. Köln ist die größte deutsche Karnevalshochburg. Finanziell Leidtragende sind vor allem Musiker, Veranstalter und das Gastgewerbe. Auch Brauereien und dem Getränkehandel entgeht viel Geschäft.

Die verbliebenen Mini-Umsätze entfallen auf Internetformate und den Versand von Kostümen und Orden. Allerdings kann der Online-Verkauf von Karnevalskostümen den Erlöseinbruch wegen geschlossener Geschäfte nicht einmal ansatzweise ausgleichen, weil viele Menschen dieses Jahr auf eine neue Verkleidung verzichten.

Nicht nur in Kneipen und Veranstaltungsräumen entfallen Karnevalsfeiern, sondern auch in Schulen. Nur in Kindergärten wird häufig zumindest gruppenweise noch gefeiert, hierfür gibt es also noch einen gewissen Kostümbedarf.

Finanzielle Ausfälle riesig

Die finanziellen Folgen für die Session 2020/21 sind enorm, laut Schönfelder könnte es zu Insolvenzen in der Veranstaltungs- und Gastronomiebranche kommen. Doch der Experte sieht auch positive Aspekte. So könnten sich nun kreative, virtuelle Feierarten etablieren. Mit Blick auf die Session 2021/22 ist Schönfelder optimistisch:

Für die nächste Session ist ein übliches Veranstaltungsportfolio zu erwarten.
Jochen Schönfelder, Boston Consulting Group

Die Stimmung und Lust auf Karneval werden nach seiner Einschätzung ungebrochen sein. "Wir erwarten auch hier, dass es wieder gute Umsätze in der Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsbranche geben wird."

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