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"Vorerst keine italienischen Verhältnisse"

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Krankenhausgesellschaft - "Vorerst keine italienischen Verhältnisse"

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Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist in der Corona-Krise noch zuversichtlich. Die aktuelle Lage sei aber eine "große Herausforderung", sagt er im ZDF.

Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft ist zuversichtlich, "dass die Kapazitäten an Beatmungsgeräten auf jeden Fall reichen".

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Im ZDF sagte Gerald Gaß: "Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es zumindest für die nächsten zwei Wochen schaffen werden, italienische Verhältnisse zu vermeiden."

Allerdings müssten die Ausgangsbeschränkungen eingehalten werden. Er betonte: "Wir müssen Anfang, Mitte nächster Woche sehen, dass sich die Kurve abflacht, damit die Zahl der Patienten nicht ins Unendliche wächst, denn dann ist auch ein so gutes System wie in Deutschland bei allem Engagement der Krankenhäuser überfordert."

10.000 neue Beatmungsplätze für Corona-Patienten

Gaß zufolge ist die Zahl der Beatmungsplätze in deutschen Krankenhäusern inzwischen von 20.000 auf rund 30.000 aufgestockt worden. "Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten die bestellten Geräte geliefert werden", sagte er. Dies entspräche weiteren 1.500 Geräten pro Monat.

Für das medizinische Personal sei die aktuelle Lage eine "große Herausforderung", sagte Gaß. Die Mitarbeiter müssten Überstunden machen und hätten teilweise freiwillig ihren Urlaub abgesagt. Zum Teil seien Kollegen aus dem Ruhestand zurückgekehrt, "um jetzt mit anzupacken in dieser wirklich besonderen Situation".

Politbarometer: Menschen erwarten Versorgungsprobleme

Die Bevölkerung treibt das Thema auch um: In den nächsten ein bis zwei Monaten erwarten 60 Prozent der Befragten laut Politbarometer große Probleme bei der Versorgung von Corona-Patienten in den Krankenhäusern, 37 Prozent rechnen dort nicht mit großen Problemen.

Dass es darüber hinaus bei der gesundheitlichen Versorgung der Bevölkerung zu großen Probleme komme, glauben 44 Prozent der Befragten (nicht: 54 Prozent)

Aktuelles zur Coronavirus-Krise

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