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Staatshaushalt tief im Minus - Deutsche Wirtschaft erholt sich

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Die deutsche Wirtschaft hat im zweiten Jahr der Pandemie wieder Tritt gefasst. Der Staat dagegen hat auch 2021 deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen.

Eine Monteurin arbeitet im Werk zwei des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen an ein Getriebe für Lastwagen, aufgenommen am 12.05.2020 in Friedrichshaffen
Für die deutsche Wirtschaft scheint es wieder aufwärts zu gehen.
Quelle: dpa

Mit 2,7 Prozent Wachstum hat sich die deutsche Wirtschaft 2021 nach dem Corona-Tief zurückgemeldet. Allerdings fiel der vom Statistischen Bundesamt am Freitag anhand erster Zahlen vermeldete Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geringer aus als lange erhofft.

Im Jahr 2020 war die Wirtschaftsleistung in Deutschland infolge der Pandemie nach jüngsten Daten um 4,6 Prozent eingebrochen. Das weiter grassierende Coronavirus inklusive erneuter Beschränkungen etwa im Einzelhandel sowie weltweite Lieferengpässe durch Corona bremsen Europas größte Volkswirtschaft.

Im Frühjahr könnte die Konjunktur weiter anziehen

Reihenweise schraubten Wirtschaftsforschungsinstitute in den vergangenen Wochen ihre Prognosen für dieses Jahr nach unten. Volkswirte gehen inzwischen davon aus, dass die Konjunktur erst im Frühjahr 2022 wieder richtig anspringen wird.

Im vergangenen Jahr prognostizierten die Wirtschafsweisen bereits bereits ein niedriges Wirtschaftswachstum - wegen der Pandemie und Lieferengpässen.

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Jüngsten Prognosen zufolge dürfte die deutsche Wirtschaft im laufenden Jahr trotz etwas trüberer Aussichten immer noch zwischen 3,5 Prozent und gut vier Prozent zulegen. Das wäre dann wieder eine Größenordnung wie in den Jahren nach der tiefen Rezession 2009 infolge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Haupttreiber wird nach Einschätzung von Ökonomen der private Konsum sein. Viele Haushalte sitzen auf hohen Sparguthaben, weil wegen der Pandemie zum Beispiel Reisen abgesagt werden mussten und Freizeitaktivitäten zeitweise nur eingeschränkt möglich waren.

Export dürfte weiter unter Lieferengpässen leiden

Ökonomen gehen zudem davon aus, dass Unternehmen ab dem Frühjahr wieder mehr investieren werden, wenn es weniger Unsicherheit bezüglich des weiteren Verlaufs der Corona-Pandemie gibt. Der Export, ebenfalls ein wichtiger Treiber der deutschen Konjunktur, dürfte dagegen in den kommenden Monaten noch unter Logistikproblemen sowie Lieferengpässen bei Rohstoffen und Vorprodukten leiden.

Knapp die Hälfte der Beschäftigten haben in Bars und Kneipen Ihren Job verloren. Jetzt heißt es durchhalten, bis die Pandemie vorbei ist. Schon davor fehlte es am Nachwuchs.

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Die Lasten der Krise werden Deutschland noch eine Weile zu schaffen machen. Der deutsche Staat hat nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auch im zweiten Jahr der Pandemie deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen 2021 bei 4,3 Prozent. 2020 hatte Deutschland mit ebenfalls 4,3 Prozent erstmals seit 2011 wieder ein Haushaltsdefizit verbuchen müssen.

EU-Schuldenpakt bis 2023 ausgesetzt

Ärger aus Brüssel droht Deutschland deswegen nicht. Die EU-Staaten hatten wegen der Corona-Krise erstmals die Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspakts ausgesetzt, wonach das Haushaltsdefizit nicht über drei Prozent und die Gesamtverschuldung nicht über 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen darf.

2023 soll der Pakt wieder greifen. Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzufedern, mussten die EU-Staaten enorme Schulden aufnehmen.

Christian Lindner (FDP), Bundesminister der Finanzen, spricht im Bundestag

Finanzminister Lindner - 24,8 Milliarden Euro weniger Staatsschulden 

Im vergangenen Jahr hat Deutschland 24,8 Milliarden Euro weniger Staatsschulden gemacht, als geplant. Das sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner im Bundestag.

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