Sie sind hier:

Probleme mit Lieferengpässen - Konjunkturprognose deutlich abgesenkt

Datum:

Die Forschungsinstitute gehen von einem viel geringeren Wirtschaftswachstum in Deutschland aus als noch im Frühjahr. Schuld ist die Corona-Krise - und anhaltende Lieferengpässe.

Wegen Corona ist das Wirtschaftswachstum im letzten Jahr ins Minus gerutscht. Jetzt verhindern Rohstoff-Engpässe und horrende Preise eine schnelle Erholung.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wachstum der deutschen Wirtschaft in diesem Jahr noch einmal deutlich abgesenkt. In ihrem am Donnerstag veröffentlichten Herbstgutachten gehen die Expertinnen und Experten nun von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,4 Prozent in diesem Jahr aus - nach prognostizierten 3,7 Prozent im Frühjahr.

Die wirtschaftliche Lage sei weiterhin von der Corona-Krise belastet, hinzu kämen Lieferengpässe, hieß es zur Begründung.

Fast drei Viertel aller Einzelhändler hatten im September Lieferprobleme - so mancher blickt da schon mit Sorge aufs Weihnachtsgeschäft.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Keine Normalisierung bei anhaltender Pandemie

Zwar werde die Krise allmählich überwunden, heißt es in der gemeinsamen Prognose der Institute. "Allerdings behindern im Verarbeitenden Gewerbe Lieferengpässe bei Vorprodukten die Produktion, sodass nur die konsumnahen Dienstleistungsbranchen zulegen." Zudem sei wegen der anhaltenden Corona-Pandemie eine vollständige Normalisierung "kontaktintensiver Aktivitäten kurzfristig nicht zu erwarten".

Daher dürfte die deutsche Wirtschaft erst im Laufe des Jahres 2022 wieder "die Normalauslastung erreichen", prognostizierten die Forscher.

2022 soll es mehr Wachstum geben

Für 2022 rechnen sie mit einem Wirtschaftswachstum von deutlichen 4,8 Prozent. Im Frühjahr waren sie noch von einem Plus von 3,9 Prozent im kommenden Jahr ausgegangen - die Erholung verschiebt sich also.

An dem gemeinsamen Gutachten sind das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI), das Leibniz-Institut in Halle (IWH), das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das Münchner Ifo-Institut und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel beteiligt.

DIW-Chef Marcel Fratzscher. Archivbild

Wirtschaft in der Corona-Krise - Ökonom: "Sehen Lage durch rosarote Brille" 

Die Konjunktur brummt, die Arbeitslosenzahlen sinken, Menschen gehen wieder einkaufen. Hat die Wirtschaft die Corona-Krise also überstanden? Der DIW-Präsident warnt nun deutlich.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.