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Wirtschaftsweise senken Konjunktuprognose

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Minus 6,5 Prozent - Wirtschaftsweise senken Konjunktuprognose

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Die Konjunktur wird in diesem Jahr wohl stärker einbrechen als gedacht. 2021 könnte sich die Lage bessern - ganz erholen werde sich die Wirtschaft bis dahin allerdings nicht.

Fertigung von Porsche in Leipzig
Die deutsche Wirtschaft wird 2020 voraussichtlich um 6,5 Prozent einbrechen.
Quelle: dpa

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Wirtschaftsweise") rechnet mit einem Konjunktureinbruch um 6,5 Prozent in diesem Jahr. Ende März waren sie noch von einem Minus in Höhe von 5,4 Prozent ausgegangen.

Die Corona-Pandemie wird voraussichtlich den stärksten Einbruch der deutschen Wirtschaft seit Bestehen der Bundesrepublik verursachen.
Wirtschaftsweiser Lars Feld

Auch die Zahl der Arbeitslosen werde in den kommenden Monaten weiter steigen und erst im Jahresverlauf 2021 "wohl langsam" wieder zurückgehen.

Besserer Konjunktur-Ausblick für 2021

Ab dem Sommer dürfte aber eine allmähliche Erholung einsetzen, so dass die Wirtschaft ab 2021 wieder um 4,9 Prozent wachsen werde. "Frühestens 2022" werde das Bruttoinlandsprodukt wieder auf dem Niveau von vor der Pandemie liegen, erklärte der Sachverständigenrat.

Allerdings nur, wenn die Neuinfektionszahlen weiter sinken und die Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Deutschland und bei wichtigen Handelspartnern zurückgehen. Auch die Stützungsmaßnahmen und das Konjunkturpaket der Bundesregierung dürften sich "positiv auswirken".

Der Ausblick für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unterliege allerdings weiterhin einer "erheblichen Unsicherheit", warnte das Gremium.

Kommentar: Susanne Biedenkopf-Kürten zu Wirtschaft in Zeiten von Corona

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Die Corona-Krise hat sich stark auf die Wirtschaft ausgewirkt. Welche Lektionen daraus gelernt werden können, erklärt Susanne Biedenkopf-Kürten.

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Nicht zu früh über Schuldentilgung und Steuern nachdenken

Gleichzeitig warnte das fünfköpfige Gremium davor, verfrüht über die Rückzahlung der Schulden nachzudenken.

Der Wirtschaftsweise Volker Wieland sagte, es wäre "fatal, jetzt schon von Steuererhöhungen zu reden mit dem Verweis auf Konsolidierung. Damit würde man der Erholung, auf die wir jetzt hoffen, einen Schlag mit dem Hammer verpassen.".

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