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Anteil in Dax-Firmen steigt - Mehr Top-Managerinnen in Unternehmen

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Die Vorstände börsennotierter deutscher Unternehmen sind weiterhin von Männern dominiert. 2021 ist allerdings vielen Frauen der Sprung in die oberste Führungsebene gelungen.

Umfrage: Wunsch nach Frauen in Führungspositionen. Archivbild
Zunehmend mehr Frauen sitzen in Vorständen der deutschen Börsenunternehmen.
Quelle: Jan-Philipp Strobel/dpa

In den Topetagen börsennotierter deutscher Unternehmen gibt es einer Studie des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY zufolge so viele Frauen wie nie. So erhöhte sich die Zahl weiblicher Vorstandsmitglieder in den 160 Dax-Unternehmen zum 1. Januar 2022 um 20 auf 94. Der Anteil stieg damit um 2,4 Prozent auf die Höchstmarke von 13,4 Prozent.


In gut der Hälfte der untersuchten Firmen sitzt allerdings weiterhin keine Managerin in der Topetage. Zudem stand in nur neun Unternehmen eine Frau an der Spitze des Vorstandes. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland zudem weiter hinterher.

Die deutschen Vorstandsgremien werden weiblicher, aber der Wandel findet sehr langsam statt. Derzeit sieht sich im Durchschnitt eine Frau sechs Männern gegenüber.
Markus Heinen, EY-Experte

Frauenquote beschleunigt Anstieg


Heinen geht allerdings davon aus, dass durch die seit August 2021 gültige Frauenquote für Vorstände der Anteil weiblicher Führungskräfte bald deutlich steigen wird. Bei börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Firmen mit über 2.000 Beschäftigten und mehr als drei Vorstandsmitgliedern muss bei Neubesetzungen darauf geachtet werden, dass mindestens eine Frau im Vorstand sitzt.

Andere börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen, die nicht unter die Mindestvorgabe fallen, müssen begründen, wenn sie ihren Vorstand ohne Frauen planen - wenn sie also eine "Zielgröße Null" in ihren Berichten angeben. Geschieht das nicht, drohen Bußgelder.

Wenn wir in den kommenden Jahren immer mehr Frauen an den Unternehmensspitzen sehen, wird das eine enorme Signalwirkung entfalten.
Markus Heinen, EY-Experte

Deutschland international weiter hinten

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland nach einer im Oktober veröffentlichten Untersuchung der gemeinnützigen Allbright-Stiftung weiter hinterher. In den 30 Börsenschwergewichten in den USA lag der Frauenanteil zum Stichtag 1. September 2021 demnach bei 31,1 Prozent, gefolgt von Großbritannien (27,4 Prozent) und Schweden (27,1 Prozent). In Deutschland lag der Anteil bezogen auf den Dax bei rund 18 Prozent.

In den deutschen Vorstandsetagen wird die Luft für Frauen noch immer dünn. Nun hat sich die Große Koalition auf eine verbindliche Quote geeinigt. Valerie Haller mit einer Einschätzung.

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Wie auch bei der Digitalisierung brauche es einen Aufbruch, der die deutsche Wirtschaft voranbringe, "und dazu braucht es einen deutlich höheren Frauenanteil in den Vorständen", mahnten die Geschäftsführer der Allbright-Stiftung, Wiebke Ankersen und Christian Berg.

Höchster Frauenanteil in Telekommunikationsbranche

Am höchsten ist der Anteil weiblicher Führungskräfte EY zufolge in der obersten deutschen Börsenliga mit 18,1 Prozent. In rund 78 Prozent der mittlerweile 40 Dax-Konzerne entscheidet mindestens eine Frau in der Topetage mit. Deutlich geringer ist die Präsenz von Top-Managerinnen in Firmen, die im MDax oder SDax notiert sind. Der Vorstandsanteil liegt bei 11,1 Prozent.

Nach Branchen betrachtet ist der Frauenanteil in der Topetage der Telekommunikationsbranche mit 19,2 Prozent am höchsten, bei Medienunternehmen mit 7,0 Prozent am geringsten. In der Automobilbranche sind es 18,8 Prozent.

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