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Einkauf im Internet - Zusätzliche Sicherheit für Kreditkarten

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Viele Verbraucher zahlen ihre Einkäufe im Internet per Kreditkarte. Ab 2021 gelten dafür strengere Sicherheitsanforderungen. Doch bis März gibt es Übergangfristen.

Archiv: Eine Frau tippt die Nummer ihrer Kreditkarte in ein Laptop am 01.10.2020 in Wittenberge
Bezahlen im Internet mit Kreditkarte
Quelle: dpa

Wenn die Daten einer Kreditkarte in unbefugte Hände fallen, können Kriminelle damit im Internet leicht auf Einkaufstour gehen. Schärfere Regeln sollen Verbraucher besser schützen. Für Online-Zahlungen per Kreditkarte reicht die Eingabe der Kartendaten dann nicht mehr. Pflicht wird die "Zwei-Faktor-Authentifizierung".

Was bedeutet "Zwei-Faktor-Authentifizierung"?

Kunden müssen auf zwei voneinander unabhängigen Wegen nachweisen, dass sie der rechtmäßige Inhaber der Bezahlkarte sind. Wer per Karte bezahlen will, muss künftig zusätzlich verpflichtend zum Beispiel ein Passwort oder eine Transaktionsnummer (TAN) für den jeweiligen Auftrag eingeben.

Archiv: Die Apps verschiedener Sozialer Netzwerke werden auf einem Smartphone angezeigt, aufgenommen am 03.01.2018.

Sicher im Netz - Zwei-Faktor-Authentifizierung - so geht's 

Klingt sperrig, macht das Netz aber sicherer: Immer mehr Online-Dienste bieten Zwei-Faktor-Authentifizierung an. Wie es funktioniert - hier einfach erklärt.

von Alfred Krüger

Wie funktioniert das in der Praxis?

Banken- und Kreditkartenunternehmen haben ein sogenanntes 3-D-Secure-Verfahren entwickelt. Je nach kartenausgebender Bank ist die Umsetzung etwas anders: Manche Kunden bekommen bei jeder Online-Zahlung eine TAN-Nummer per SMS auf eine vorab bei der Bank hinterlegte Telefonnummer geschickt.

Andere Banken lassen den Kauf über eine spezielle App per Eingabe einer Geheimnummer oder Abfotografieren eines Strichcodes bestätigen. Technisch möglich sind auch biometrische Verfahren wie Fingerabdruck oder Gesichtserkennung zur Freigabe einer Zahlung mit zwei Faktoren.

Ist die zusätzliche Freigabe im Internet bei jedem Einkauf nötig?

Das hängt nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) von der Entscheidung der Bank ab, von der ein Kunde seine Bezahlkarte hat. Kauft ein Kunde zum Beispiel häufiger beim selben Online-Shop ein oder bei Zahlungen unter 30 Euro könnte die Bank auf die Authentifizierung verzichten.

Warum wird das Verfahren überhaupt geändert?

Hintergrund ist die europäische Zahlungsdiensterichtlinie ("Payment Service Directive"/PSD2). Mit ihr will die EU-Kommission den Zahlungsverkehr in der Europäischen Union für Verbraucher sicherer machen und zugleich den Wettbewerb fördern. Die Richtlinie schreibt seit September 2019 unter anderem vor, dass die für das Online-Banking notwendigen Transaktionsnummern künftig dynamisch generiert werden müssen.

Und wieso greift das in Deutschland erst jetzt?

Weil mancher Anbieter Probleme bei der Umsetzung der "Zwei-Faktor-Authentifizierung" hat, gewährte die Finanzaufsicht Bafin eine Übergangsfrist für die Umstellung bis Ende 2020. Doch nun gewährt die Bafin eine erneute Schonfrist. Ab dem 15. Januar 2021 müssen Zahlungen ab 250 Euro, ab 15. Februar dann ab 150 Euro mit zwei voneinander unabhängigen Faktoren freigegeben werden.

Ist der Onlinehandel vorbereitet?

Nach Einschätzung des Handelsverbandes HDE geht der Onlinehandel das Thema an. Die Händler seien jedoch abhängig von ihren jeweiligen Dienstleistern, sagt HDE-Experte Ulrich Binnebößel. Zudem hätten sich viele Kunden noch nicht auf das neue Verfahren eingerichtet. Nicht wenige Händler zögerten daher die Umstellung hinaus, um möglichst lange die gewohnte Art der Kreditkartenzahlung zu ermöglichen.

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