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Mit Glyphosat verseucht - Imker kippen Honig vor Ministerium aus

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Zwei Imker aus Brandenburg sind sauer: Ihr Honig ist mit Glyphosat verseucht. Aus Protest gegen die Agrarpolitik schütten sie die klebrige Masse vor dem Ministerium in Berlin aus.

"Klebriger Protest" - Imker verschütten Honig am Agrarministerium in Berlin.
"Klebriger Protest" vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin
Quelle: AP

Aus Protest gegen die Verwendung des Unkrautvernichters Glyphosat in der Landwirtschaft haben Imker in Berlin mehrere Eimer Honig vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium verschüttet. Ihre Kritik richtet sich vor allem gegen die Zulassung, Glyphosat auf blühende Pflanzen spritzen zu dürfen. Dies teilten das "Bündnis zum Schutz der Bienen" und die dahinter stehende Aurelia-Stiftung mit. Insgesamt seien mehr als 100 Eimer mit Honig vor dem Ministerium abgeladen worden.

Die mehr als vier Tonnen Honig des brandenburgischen Imkerpaares Sebastian und Camille Seusing seien wegen zu hoher Glyphosat-Belastung ein Fall für den Müll, hieß es. Es sei eine bis zu 152-fache Überschreitung des Grenzwertes gemessen worden. Deshalb dürfe der Honig nicht verkauft werden. Der Schaden betrage rund 60.000 Euro. Die Imkerei stehe deshalb vor dem Aus, erklärten das Bündnis und die Stiftung.

Bundesministerium spricht von Einzelfall

In einer Stellungnahme des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft hieß es, bei den bislang aus Brandenburg bekannten Höchstgehaltsüberschreitungen von Glyphosat in Honig handele es sich um Einzelfälle. Der betroffene Honig sei nachweislich "nicht verkehrsfähig": "Als Ministerium bedauern wir das sehr."

Ob sich der Landwirt, der für die Glyphosat-Verunreinigung verantwortlich sei, "nicht entsprechend der guten fachlichen Praxis verhalten hat", müsse von den Behörden vor Ort lückenlos aufgeklärt werden, teilte das Ministerium weiter mit.

Der Unkrautvernichter Glyphosat steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Mit dem Glyphosateinsatz soll am 31. Dezember 2023 Schluss sein, dann läuft die Zulassung in der EU aus.

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