Sie sind hier:

Lokführerstreik - GDL: Nächste Woche über neue Streiks reden

Datum:

Am zweiten Tag des Lokführerstreiks teilt die GDL mit, man wolle nächste Woche über weitere Streiks entscheiden. Der Bundes-Bahnbeauftragte glaubt nicht an eine schnelle Lösung.

Tag 2 des Streiks der Gewerkschaft der Lokomotivführer. Dreiviertel der Fernzüge fallen aus, die übrigen sind entsprechend voll. All das sorgt weiterhin für viel Kritik.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Streikende Lokführer sorgen den zweiten Tag in Folge für zahlreiche Zugausfälle im Nah- und Fernverkehr. Wie die Bahn am Morgen mitteilte, fahren auch am Donnerstag nur rund 25 Prozent der Züge auf Fernstrecken. Im Regionalverkehr sollen mehr Verbindungen bedient werden, jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Die Bahn bat daher die Fahrgäste erneut, auf nicht zwingend notwendige Reisen zu verzichten.

Bahnsprecher fordert Rückkehr zu Verhandlungen

Bahnsprecher Achim Stauß bezeichnete den von der Lokführergewerkschaft GDL ausgerufenen Streik erneut als "völlig überzogen" und rief die Arbeitnehmerseite auf, von den Arbeitskämpfen abzulassen und wieder zu verhandeln. Am Verhandlungstisch seien beide Seiten bereits "relativ nah beieinander", sagte er im ZDF-"Morgenmagazin".

Was es zu besprechen gibt, muss man dort klären und nicht auf dem Rücken der Fahrgäste.
Achim Stauß, Bahnsprecher

Seit Mittwochmorgen um 2 Uhr hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) im Personenverkehr zu Streiks aufgerufen. Betroffen ist auch der Güterverkehr, der bereits seit Dienstagabend bestreikt wird. Am Mittwoch teilte das Unternehmen mit, dass bereits 190 Güterzüge im Rückstau stünden. Ab Freitag rechnet das Unternehmen wieder mit einem "weitgehend normalen" Angebot.

"Mein Appell an die GDL ist von den Streiks abzulassen und zu einer verantwortungsvollen Lösung zu kommen", so Achim Stauß, Konzernsprecher Deutsche Bahn.

Beitragslänge:
2 min
Datum:

Stauß warf der Gewerkschaft auch vor, mit den Streiks dem Klima zu schaden. Die Menschen seien teils "gezwungen, von der umweltfreundlichen Bahn auf weniger nachhaltige Verkehrsmittel umzusteigen", sagte er im ZDF.

Das ist auch ein Bärendienst für den Klimaschutz, den die GDL uns da erwiesen hat.
Achim Stauß, Bahnsprecher

GDL-Vize: Entscheidung über weitere Streiks nächste Woche 

Die GDL hat bekräftigt, erst in der kommenden Woche über mögliche weitere Streiks bei der Deutschen Bahn zu entscheiden. Man werde zunächst bewerten, wie der Bahn-Vorstand auf den ersten Streik reagiere, sagte der Vize-Vorsitzende der GDL, Norbert Quitter, in Frankfurt.

Dass die Eisenbahner nach dem Streik-Ende in der Nacht zum Freitag die Arbeit wieder aufnehmen, sei keine Frage. Man werde gemeinsam versuchen, das bevorstehende Wochenende für die Reisenden zu bewältigen.

Tag 2 des Streiks der Gewerkschaft der Lokomotivführer. Dreiviertel der Fernzüge fallen aus, die übrigen sind entsprechend voll. All das sorgt weiterhin für viel Kritik.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

Bahn-Beauftragter des Bundes rechnet mit langem Tarifkonflikt

Der Bahn-Beauftragte der Bundesregierung macht Reisenden keine Hoffnung auf eine baldige Lösung des Tarifkonflikts bei der Deutschen Bahn. "Ich befürchte, dass es mit kurzfristig entschärfen schwierig wird", sagte Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium. Grund sei, dass es der Lokführergewerkschaft GDL beim Arbeitskampf im Hintergrund um politische Ziele gehe. "Deshalb ist meine Vermutung, dass es eine längere Auseinandersetzung geben wird."

Formal gehe es zwar um Löhne, in Wirklichkeit aber um anderes wie das Tarifrecht oder den Aufbau der Bahn. "Das sind politische Ziele, für die man eigentlich nicht streiken kann", sagte der CDU-Politiker. Politische Streiks seien in Deutschland nicht erlaubt. Nach Auffassung des Verkehrsministerium lägen die Lohnforderungen nicht weit auseinander, hier hätte man eine Lösung schon finden können.

Man müsse auch über die anderen politischen Themen streiten, sagte Ferlemann. "Aber bitte nicht in Form eines Tarifstreiks." Es könne nicht sein, dass eine Spartengewerkschaft eine ganzes System stilllege. "Nehmt nicht die Fahrgäste in Geiselhaft." . Er appelliere an alle, schnell an den Verhandlungstisch zu kommen. "Wobei ich eher glaube, dass es schwierig ist."

Rechte bei Zugausfällen - Was Bahnreisende bei Streiks wissen müssen 

Der Streik der Lokführer-Gewerkschaft GDL lähmt den Zugverkehr in Deutschland. Und Tausende warten entweder lange oder kommen gar nicht an ihr Ziel. Welche Rechte haben sie?

Videolänge
2 min

Besondere Kulanzregelungen wegen der Streiks

Die GDL will durch den Streik ein neues Angebot des Konzerns im Tarifstreit erzwingen. Das zuletzt von der Bahn vorgelegte Angebot bezeichnete sie als "nicht verhandelbar". So fordert die Gewerkschaft etwa, dass es dieses Jahr keine Nullrunde gibt und sie verlangt eine Corona-Prämie. Die Bahn ist mit der generellen Lohnerhöhung einverstanden - will jedoch bislang erst 2022 mehr Geld zahlen.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.