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Lufthansa fliegt aus dem Dax

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Deutscher Aktienindex - Lufthansa fliegt aus dem Dax

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Der Kurs brach kräftig ein in der Corona-Krise: Jetzt verliert die Lufthansa ihren Platz im Deutschen Aktienindex Dax.

Nachdem die Lufthansa Staatshilfe beantragen musste, wird sie künftig nicht mehr im Aktienindex DAX gelistet. An ihre Stelle im Dax rückt der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen.

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Die Lufthansa war Dax-Gründungsmitglied - jetzt fliegt sie raus aus der ersten deutschen Börsenliga, dem Deutschen Aktienindex Dax. Vom 22. Juni an wird die Fluggesellschaft im MDax der mittelgroßen Werte gelistet. Das gab die Deutsche Börse am Abend bei der turnusgemäßen Überprüfung ihrer Aktienindizes bekannt. Ersetzt wird die Airline im Deutschen Aktienindex durch den Berliner Immobilienkonzern Deutsche Wohnen.

Corona-Krise trifft Lufthansa hart

Maßgeblich für die Zugehörigkeit zum Kreis der 30 Dax-Konzerne sind zum einen der Börsenumsatz, also das Handelsvolumen, zum anderen der Börsenwert - die Marktkapitalisierung eines Unternehmens. Der Kurs der Lufthansa-Aktie war seit Jahresbeginn im Sog der Corona-Krise um fast 40 Prozent eingebrochen. Darum muss die Fluggesellschaft nun nach fast genau 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit ihren Platz im Dax räumen.

"Es tut weh, wir sind Gründungsmitglied im Dax", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in dieser Woche mit Blick auf die bevorstehende Entscheidung. Aber in einer Situation, in der das Unternehmen vom Staat stabilisiert werden müsse, sei die Frage Dax-30 oder MDax nicht relevant. "Schade ist es schon", so Spohr.

Ein Passagiermaschien von Lufthansa am 03.06.2020 am Flughafen in München

Airline fliegt aus dem Dax -
Lufthansa nur noch ein Lufthänschen
 

Kaum noch Fluggäste, Tausende Jobs auf der Kippe - und nun wohl auch noch der Abstieg aus dem Dax: Die Corona-Krise trifft die Lufthansa schwer. Über eine Airline im Sinkflug.

von Frank Bethmann

Die Lufthansa war in der Corona-Krise schwer unter Druck geraten, weil seit Monaten kaum noch Flugverkehr möglich ist. In dem Konzern mit etwa 138.000 Beschäftigten stehen deswegen Tausende Jobs auf der Kippe. Die Bundesregierung hat ein Hilfspaket geschnürt, das verschiedene Hilfen und Eigenkapitalmaßnahmen in einer Gesamthöhe von neun Milliarden Euro vorsieht. Im Gegenzug soll der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds 20 Prozent der Aktien übernehmen. Außerdem ist vorgesehen, dass der Bund zwei Posten im 20-köpfigen Aufsichtsrat der Lufthansa besetzt. Die Aktionäre der Lufthansa müssen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni noch grünes Licht für das Paket geben.

In die erste Börsenliga rückt nun die Deutsche Wohnen auf. Damit bekommt die Bundeshauptstadt 14 Jahre nach der Schering-Übernahme durch Bayer wieder einen Dax-Konzern. Das Unternehmen ist mit bundesweit 160.000 Wohnungen der zweitgrößte private Vermieter in der Republik. Für diesen Freitag hat Deutsche Wohnen die Aktionäre zur Hauptversammlung geladen. Der größte deutsche Vermieter, die Bochumer Vonovia, ist seit fünf Jahren im Dax.

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