Sie sind hier:

Zweites Quartal : Lufthansa: Immer noch Verlust - aber weniger

Datum:

Mehr Fluggäste, sinkende Kosten: Die Lufthansa kann ihre Verluste deutlich verringern - macht im zweiten Quartal aber immer noch mehr als 750 Millionen Euro Miese.

Fluggesellschaft Lufthansa
Auf Staatshilfen angewiesen: Lufthansa
Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Die Lufthansa hat ihren Verlust in der Corona-Krise im zweiten Quartal spürbar verringert. Wie das Unternehmen mitteilte, stand unter dem Strich ein Verlust von 756 Millionen Euro - im Vorjahreszeitraum waren es noch 1,5 Milliarden Euro gewesen.

Dank starker Buchungseingänge und Kostensenkungen, auch durch Kurzarbeit und Personalabbau, konnte die Lufthansa erstmals seit Ausbruch der Pandemie den Mittelabfluss stoppen und nahm 340 Millionen Euro Barmittel ein. Der Umsatz kletterte um 70 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. "Dass uns dabei bislang über 30.000 Kolleginnen und Kollegen verlassen haben, schmerzt uns alle, ist aber für die nachhaltige Rettung der über 100.000 verbliebenen Arbeitsplätze unausweichlich", erklärte Vorstandschef Carsten Spohr.

Staatshilfen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro

Die Lufthansa nahm weitere Staatshilfen in Anspruch: Sie zog weitere 1,5 Milliarden Euro als stille Beteiligung des Bundes. Der deutsche Staat ist seit der Rettungsaktion im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 20 Prozent Hauptaktionär. Insgesamt musste die Airline mit einem neun Milliarden Euro schweren staatlichen Finanzpaket von Deutschland und den anderen Ländern ihrer Airlines - Österreich, Schweiz und Belgien - vor einer Pleite bewahrt werden.

Lufthansa-Chef Spohr will die Schulden beim Steuerzahler mit Geld aus einer Kapitalerhöhung abbauen, die nach früheren Aussagen noch vor der Bundestagswahl Ende September vollzogen werden könnte. Lufthansa-Aktien werden nach Einschätzung von Analysten bis zur Kapitalerhöhung Ladenhüter bleiben, weil unklar ist, wie stark der Wert der Papiere dabei verwässert wird.

Flugangebot noch unter Vorkrisen-Niveau

Für das Gesamtjahr rechnet Vorstandschef Carsten Spohr weiterhin damit, dass die Lufthansa ihren bereinigten Verlust vor Zinsen und Steuern (bereinigtes Ebit) im Vergleich zum Vorjahr verringern kann.

Im dritten Quartal soll das Flugangebot auf etwa 50 Prozent des Vorkrisen-Niveaus steigen. Im Gesamtjahr dürfte die angebotene Kapazität nur etwa 40 Prozent des Vor-Corona-Jahres 2019 erreichen.

Korrektur 16:47 Uhr: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es im Vorspann: "Die Lufthansa kann ihre Verluste deutlich verringern - macht im zweiten Quartal aber immer noch mehr als 750 Milliarden Euro Miese." Das ist falsch. Richtig ist "mehr als 750 Millionen Euro Miese".

Ein Flugzeug landet auf dem Flughafen Frankfurt. Symbolbild

Passagierzahlen steigen wieder - Wie die Luftfahrt aus der Corona-Krise kommt 

Es reisen wieder mehr Menschen mit dem Flugzeug. Doch nicht alle Weltregionen und Airlines profitieren gleich. Wie kann der Neustart ablaufen und was sind die Herausforderungen?

von Nils Metzger
Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Sie haben sich mit diesem Gerät ausgeloggt.

Sie haben sich von einem anderen Gerät aus ausgeloggt, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Ihr Account wurde gelöscht, Sie werden automatisch ausgeloggt.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Zur Altersprüfung

Du bist dabei, den Kinderbereich zu verlassen. Möchtest du das wirklich?

Wenn du den Kinderbereich verlässt, bewegst du dich mit dem Profil deiner Eltern in der ZDFmediathek.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Entweder hast du einen Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert, oder deine Internetverbindung ist derzeit gestört. Falls du die Datenschutzeinstellungen sehen und bearbeiten möchtest, prüfe, ob ein Ad-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus. So lange werden die standardmäßigen Einstellungen bei der Nutzung der ZDFmediathek verwendet. Dies bedeutet, das die Kategorien "Erforderlich" und "Erforderliche Erfolgsmessung" zugelassen sind. Weitere Details erfährst du in unserer Datenschutzerklärung.

An dieser Stelle würden wir dir gerne die Datenschutzeinstellungen anzeigen. Möglicherweise hast du einen Ad/Script/CSS/Cookiebanner-Blocker oder ähnliches in deinem Browser aktiviert, welcher dies verhindert. Falls du die Webseite ohne Einschränkungen nutzen möchtest, prüfe, ob ein Plugin oder ähnliches in deinem Browser aktiv ist und schalte es aus.