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Lufthansa und Piloten einigen sich

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Kurzfristiger Krisenplan - Lufthansa und Piloten einigen sich

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Die Lufthansa ringt weiter mit den Gewerkschaften um Corona-Sparbeiträge. Mit den Piloten soll nun eine kurzfristige Vereinbarung mehr Luft schaffen.

Die Heckflosse einer Passagiermaschine der Lufthansa. Archivbild
Die Lufthansa geht davon aus, dass die Flotte künftig 100 Jets weniger umfasst.
Quelle: Boris Roessler/dpa

Die Lufthansa und ihre Piloten von der Vereinigung Cockpit haben sich auf einen kurzfristigen Krisenplan geeinigt. Betriebsbedingte Kündigungen seien damit frühstens im zweiten Quartal 2021 möglich, teilte das Unternehmen mit.

Zentrale Vereinbarungen:

  • Aufstockungen beim Kurzarbeitergeld werden reduziert.
  • Es gibt weniger Zuschüsse zu den Betriebsrenten.
  • Eine bereits vereinbarte Tariferhöhung wird verschoben.

Mit dem Abschluss verschaffen sich die Tarifparteien Luft für weitere Verhandlungen zur langfristigen Bewältigung der Corona-Krise.

Lufthansa: Kosten für Personalüberhang kompensieren

In einem umfassenden Krisenpaket könnten die Kosten des Personalüberhangs beispielsweise durch eine entsprechende Arbeitszeit- und Gehaltsabsenkung für den Zeitraum der Krise kompensiert werden, erläuterte die Lufthansa.

96 Prozent weniger Passagiere und einen Rekordverlust von über drei Milliarden Euro vermeldet die Lufthansa im ersten Halbjahr. Trotz der neun Milliarden Staatshilfe schließt Vorstands-Chef Carsten Spohr betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr aus.

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Entsprechende Verhandlungen, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, waren in den vergangenen Wochen ohne Ergebnis geblieben. Innerhalb der Vereinigung Cockpit hatte es Konflikte zwischen der Tarifkommission, dem Vorstand und Piloten anderer Lufthansa-Konzerngesellschaften gegeben, die erst mit Hilfe einer Mediation beigelegt worden waren.

Konzern rechnet mit künftig deutlich kleinerer Flotte

Lufthansa mit weltweit rund 138.000 Beschäftigten hat nach dem Corona-Einbruch seinen weltweiten Personalüberhang auf rund 22.000 Vollzeitstellen beziffert, von denen rund 11.000 auf Deutschland entfallen. Der Konzern rechnet mittelfristig mit einer um 100 Jets verkleinerten Flotte.

Für die Flugbegleiter hat deren Gewerkschaft Ufo Eckpunkte einer Spar-Vereinbarung unterschrieben, deren Volumen rund 2.600 Stellen entsprechen soll. Die Gespräche zum Bodenpersonal mit der Gewerkschaft Verdi hat Lufthansa hingegen abgebrochen, weil ihr die angebotenen Sparmaßnahmen nicht ausreichend erschienen.

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