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Studie : Mehr Frauen in deutschen Firmenvorständen

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In den Vorständen deutscher Unternehmen sind mehr Frauen vertreten denn je, ergab eine Studie der Allbright-Stiftung. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland aber hinterher.

Illustration: Buisenessfrauen
Der Anteil der Frauen in deutschen Unternehmensvorständen steigt zwar, liegt aber immer noch deutlich unter dem der Männer.
Quelle: picture alliance / Bildagentur-online/Blend Images | Blend Images/Mark Edward Atkinson/Tracey Lee

Mehr Frauen als sonst haben in diesem Jahr den Sprung in die Top-Etage börsennotierter Unternehmen in Deutschland geschafft. Zum 1. September gab es 25 Vorstandsfrauen mehr als im Vorjahr, wie aus einer Untersuchung der Allbright-Stiftung hervorgeht. Es sei der bislang größte jährliche Zuwachs in den 160 Unternehmen der Dax-Familie. Noch nie seien so viele Frauen für die Führungsetage rekrutiert worden.

Größter jährlicher Zuwachs an Frauen in Vorständen

Allerdings: Der Anteil der Top-Managerinnen stieg zwar um 3,3 Prozentpunkte, liegt mit 13,4 Prozent aber immer noch deutlich unter dem der Männer. In den Vorständen der Unternehmen aus Dax, MDax und SDax saßen demnach 93 Frauen 603 Männern gegenüber.

In den deutschen Vorstandsetagen wird die Luft für Frauen noch immer dünn. Nun hat sich die Große Koalition auf eine verbindliche Quote geeinigt. Valerie Haller mit einer Einschätzung.

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Auch hat mehr als die Hälfte (81) der ausgewerteten Firmen den Angaben zufolge nach wie vor keine Frau im Vorstand. Den größten Zuwachs gab es mit plus 5,4 Prozentpunkten in den Vorständen der 30 Dax-Konzerne. Der Frauenanteil bis Anfang September hier: 18,2 Prozent.

Deutschland hinkt hinterher

Nach der Erweiterung der obersten Börsenliga am 20. September um zehn Konzerne sank der Anteil auf 17,4 Prozent. Denn die Hälfte der Dax-Neulinge hat den Angaben zufolge keine Managerin im Vorstand.

Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland weiter hinterher. Bei den 30 Börsenschwergewichten in den USA liegt der Frauenanteil demnach bei 31,1 Prozent, gefolgt von Großbritannien (27,4 Prozent) und Schweden (27,1 Prozent).

Allbright-Stiftung fordert "Aufbruch"

"Unternehmen sollten sich jetzt nicht zurücklehnen und hinter der einen 'Alibi-Frau' verstecken", forderten Wiebke Ankersen und Christian Berg von der Allbright-Stiftung.

Sie werden sich daran messen lassen müssen, ob hier eine echte Transformation zustande kommt, wie sie in anderen westlichen Industrieländern längst in vollem Gange ist.»
Wiebke Ankersen und Christian Berg, Geschäftsführung Allbright-Stiftung

Wie auch bei der Digitalisierung brauche es einen Aufbruch, der die deutsche Wirtschaft voranbringe, "und dazu braucht es einen deutlich höheren Frauenanteil in den Vorständen".

Infografik: Topetage so weiblich wie nie zuvor
Quelle: ZDF/iStock.com

Neues Gesetz fördert Frauen

Die Politik hatte den Druck jüngst erhöht: Nach dem "zweiten Führungspositionen-Gesetz" müssen große Unternehmen in Deutschland
Frauen bei der Besetzung von Posten der höchsten Management-Ebene künftig stärker berücksichtigen.

Demnach muss in börsennotierten und paritätisch mitbestimmten Firmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten und mehr als drei Vorständen künftig mindestens eine Frau in dem Gremium sitzen. Bei Neubesetzungen der Posten muss darauf Rücksicht genommen werden.

Bußgelder drohen

Andere börsennotierte oder mitbestimmte Unternehmen, die nicht unter die Mindestvorgabe fallen, sollen begründen müssen, wenn sie für ihren Vorstand ohne Frauen planen - wenn sie also eine "Zielgröße Null" in ihren Berichten angeben. Geschieht das nicht, drohen Bußgelder.

Der Studie zufolge nennen noch 37 der ausgewerteten Unternehmen die "Zielgröße Null". Die deutsch-schwedische Allbright-Stiftung setzt sich für mehr Frauen und Diversität in den Führungspositionen der Wirtschaft ein.

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