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Mietwagenpreise im Urlaub - Wenn der Leihwagen zum Luxusgut wird

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Mietwagenpreise innerhalb Europas ziehen stark an. Autofirmen haben aus Kostengründen ihre Flotten verkleinert. Wer einen Wagen bekommt, muss derzeit tief in die Tasche greifen.

Spanien, Palma De Mallorca: Büros verschiedener Autovermieter stehen am Flughafen von Palma de Mallorca. Archivbild
Spanien, Mallorca: Büros verschiedener Autovermieter am Flughafen von Palma. Dort muss man in diesem Jahr für einen Mietwagen viel mehr bezahlen also noch vor zwei Jahren.
Quelle: dpa

Die Reiselust der Deutschen wächst von Tag zu Tag. Die Inzidenzzahlen sinken und der heimische Frühling lässt mit einem kalten April und einem verregneten Mai auf sich warten. Kein Wunder also, dass die Anzahl der Flugbuchungen steigt. Schließlich wächst die Lust auf Sonne und Leichtigkeit in der trüben Corona-Zeit. Also ab in den Flieger und nichts wie weg. Doch dieses Jahr erleben Passagiere am Flughafen oft eine böse Überraschung bei ihrer Mietwagenfirma.

Mietwagenpreise explodieren

Wer glaubt, spontan ein Auto am Flughafen buchen zu können, erhält oft die Antwort: "Heute haben wir keines für Sie. Erst wieder in drei Tagen." Die andere Möglichkeit ist, für einen Leihwagen oftmals mehr zahlen zu müssen als für die Unterkunft am Urlaubsort.

Auf der Lieblingsinsel der Deutschen wird ordentlich hingelangt. Das Vergleichsportal Check24 berichtet, dass man auf Mallorca aktuell für einen Leihwagen doppelt so viel bezahlt, wie noch im Jahr 2019. Auf Ibiza kosten Mietwagen 82 Prozent mehr, auf Sardinien muss man 57 Prozent mehr berappen und in Deutschland herrscht ein Plus von 16 Prozent.

Beim Buchen von Mietwagen am Urlaubsort müssen Verbraucher aktuell tief in die Tasche greifen – wenn sie überhaupt ein Auto bekommen. Frank Bethmann an der Börse hat mehr Details.

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Die Corona-Krise muss gegenfinanziert werden

Es entsteht der Eindruck, die Verluste der Mietwagenfirmen aus dem vergangenen Jahr würden dieses Jahr von den Touristen mitfinanziert. Die Mietwagenfirmen hatten massive Umsatzeinbrüche durch die fehlenden Touristen, manche Gegenden auf Mallorca wirken nach wie vor wie ausgestorben.

So haben die Firmen ihre Mietwagenflotten stark verkleinert, um Kosten zu sparen. Der Autovermieter Sixt berichtet, im ersten Quartal des Jahres umfasste die Vermietflotte nur noch rund 93.000 Fahrzeuge. Das sind rund 37.000 weniger als vor einem Jahr. Mit der erwarteten, steigenden Nachfrage werde man aber wieder aufstocken.

Nachdem das große Ostergeschäft ausgeblieben war, wagt die Reisebranche nun den nächsten Anlauf. Wie schnell sich die Branche erholen kann, dazu Frank Bethmann an der Börse.

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Leere Parkhäuser, wo sonst Mietwagen stehen

So, wie Sixt, geht es vielen Anbietern. Die Parkhäuser der Leihwagenfirmen wirken stellenweise wie verwaist. Leere Parkplätze, wo sich sonst Kleinwagen tummeln. Erst langsam steigt mit wachsender Touristenzahl auch wieder die Anzahl der Mietwagen. Bis dahin läuft alles über den Preis. Geringeres Angebot, anziehende Nachfrage, hohe Preise.

Eine Mietwagenfirma auf Mallorca hat gegenüber dem ZDF von "Abzocke" bei vielen Mitbewerbern gesprochen. Die Portale billiger-mietwagen.de und Check24 beobachten diese Entwicklung. Bei billiger-mietwagen.de sieht man die Preise bei Buchungen für Juli und August derzeit um 54 Prozent höher als vor einem Jahr.

Steigende Preise nicht nur in der Hochsaison

Wer aktuell, zum Beispiel bei Europcar, ein Auto für die erste Augustwoche auf Mallorca buchen möchte, muss ab Flughafen Palma für einen Kleinwagen bereits deutlich über 100 Euro bezahlen. Und nicht nur im Sommer wird es teurer. Vergangene Woche stellte billiger-mietwagen.de ganz allgemein steigende Preise in einigen Ländern fest. Allen voran Großbritannien und die USA sowie Deutschland. Aber der Reiselust der meisten Deutschen werden diese Aussichten wohl kaum etwas anhaben können.

Wie machen wir Urlaub? Wie war es früher? Was macht Urlaub für uns aus? Was ändert sich? Wie wird es in Zukunft sein? Ein analytischer Blick auf das Reiseverhalten der Deutschen.

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