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Tesla-Chef - Musk will Aktien in Milliardenhöhe abtreten

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Der weltweit reichste Menschen ist häufig mit Vorwürfen der Steuervermeidung konfrontiert. Um dem zu entgehen, will Elon Musk nun zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen.

Elon Musk
Twitter hat entschieden: Tesla-Chef Elon Musk wird nach eigenen Angaben Aktien in Milliardenhöhe abtreten.
Quelle: imago/Christian Spicker

Tesla-Chef Elon Musk hat sich von Twitter-Nutzern dazu verpflichten lassen, für höhere Steuerzahlungen ein Zehntel seines Anteils am Elektroauto-Hersteller zu verkaufen. In einer von Musk angestoßenen Twitter-Umfrage wurden 57,9 Prozent der Stimmen für den Aktienverkauf abgegeben.

Das Paket wäre aktuell mehr als 20 Milliarden Dollar wert. Er werde sich an das Ergebnis der Twitter-Abstimmung halten, versicherte Musk zuvor. Als mit Abstand reichster Mensch der Welt sah sich der 50-Jährige zuletzt verstärkt mit Forderungen konfrontiert, mehr zur Lösung der Probleme der Welt beizutragen und mehr Steuern zu zahlen.

Musk: Aktienverkäufe einzige Möglichkeit, Steuern zu zahlen

Musks Vermögen ist in den vergangenen Monaten zwar mit dem steten Kursanstieg der Tesla-Aktie zumindest auf dem Papier stark gewachsen. Steuern werden nach den aktuellen Regeln aber erst fällig, wenn er die Kursgewinne durch einen Verkauf einstreicht.

Musk erklärte bei Twitter zum Start der Umfrage, da er kein Gehalt oder Bonuszahlungen bekomme, seien Aktienverkäufe für ihn die einzige Möglichkeit, Steuern zu zahlen. Er werde sich an das Ergebnis der Twitter-Abstimmung halten, egal wie es ausfalle.

Rund 3,5 Millionen Menschen stimmten mit ab

Insgesamt wurden dabei bis Sonntagabend binnen eines Tages gut 3,5 Millionen Stimmen abgegeben. Musk folgen bei Twitter 62,7 Millionen Nutzer. Er bekräftigte nach Ende der Umfrage, er sei bereit gewesen, jegliches Ergebnis zu akzeptieren.

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Musk machte keine Angaben dazu, wie schnell er das Aktienpaket abstoßen würde. Für Aktienverkäufe von Top-Managern werden oft langfristige Zeitpläne festgelegt. Damit sollen Vorwürfe vermieden werden, dass sie internes Wissen für geschickte Deals nutzen.

US-Steuersystem in der Kritik

Musk hatte bereits im September bei einem Konferenzauftritt von Aktienverkäufen gesprochen, da er Geld zum Zahlen von Steuern auf fällig werdende Aktienoptionen brauchen werde.

Unter anderem in den USA wird aktuell viel über eine Reform des Steuersystems diskutiert, die schon beim Vermögen ansetzen könnte. Musk nahm bei Twitter Bezug darauf:

Zuletzt wurden unrealisierte Gewinne oft als Weg zur Steuervermeidung bezeichnet, also schlage ich vor, zehn Prozent meiner Tesla-Aktien zu verkaufen.
Elon Musk

US-Senator Ron Wyden, ein einflussreicher Verfechter einer stärkeren Besteuerung von Milliardären, zeigte sich von Musks Aktion unbeeindruckt. In den sozialen Netzwerken schrieb der Politiker der Demokraten:

Ob der reichste Mann der Welt Steuern zahlt, sollte nicht von den Ergebnissen einer Twitter-Umfrage abhängen.
Ron Wyden, US-Senator

Aktien gut 21 Milliarden Dollar wert

Nach Berechnungen des Finanzdienstes Bloomberg würde das Paket 80 Prozent des durchschnittlichen täglichen Handelsvolumens von Tesla-Aktien entsprechen. Basierend auf den 170,5 Millionen Aktien, die bei Musk liegen, wären die zehn Prozent zum aktuellen Kurs rund 21 Milliarden Dollar (etwa 18,1 Milliarden Euro) wert.

Bloomberg berechnet Musks Gesamtvermögen in seiner Milliardärsliste mit insgesamt 338 Milliarden Dollar. Der Starunternehmer hält auch einen hohen Anteil an der Raumfahrtfirma SpaceX. Mit seinem Aktienbesitz hat er zum Teil persönliche Kredite abgesichert.

Die Vergangenheit zeigt: Ein Tweet von Musk kann enorme Auswirkungen haben

Die US-Börsenaufsicht SEC hatte Tesla vor drei Jahren angewiesen, Musks Tweets, die Einfluss auf den Aktienkurs haben könnten, erst freizugeben. Auslöser war seine später fallengelassene Ankündigung, Tesla von der Börse nehmen zu wollen, bei der er nach Einschätzung der SEC Investoren über den Stand der Finanzierung in die Irre führte.

Elon Musk (Archiv)

Verkauf von Tesla-Anteilen - Elon Musk lässt über Aktienverkauf abstimmen 

Elon Musk lässt auf Twitter darüber abstimmen, ob er zehn Prozent seiner Anteile an Tesla verkaufen soll. Damit könnte er auf Pläne für eine Steuer für Superreiche reagieren.

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