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Gas-Pipeline aus Russland - USA verhängen Sanktionen gegen Nord Stream 2

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55 Milliarden Kubikmeter Erdgas sollen mit der Nord Stream 2 nach Deutschland fließen. Nun sind die US-Sanktionen gegen das russisch-europäische Projekt verhängt worden.

Archiv>: Das Arbeitsschiff "Boka Constructor» liegt im Greifswalder Bodden vor dem Hafen von Lubminn am 02.07.2020
Den USA sehen in der Gaspipeline Nord Stream 2 eine zu große Abhängigkeit von Russland.
Quelle: dpa

Die US-Regierung hat im Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 wie erwartet Sanktionen gegen ein russisches Verlegeschiff und dessen Inhaber verhängt. Der scheidende US-Außenminister Mike Pompeo gab am Dienstag die Sanktionen gegen das Schiff "Fortuna" und die russische Firma KVT-RUS bekannt. Er drohte zugleich weitere Strafmaßnahmen an. Allerdings endet die Amtszeit der Regierung von Präsident Donald Trump am Mittwoch.

Berlin bestätigt Sanktionen

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte bereits am Montagabend bestätigt, dass Washington Berlin über die anstehenden Sanktionen gegen "Fortuna" und KVT-RUS informiert habe. "Wir nehmen die Ankündigung mit Bedauern zur Kenntnis", sagte ein Ministeriumssprecher. Die Pipeline soll das Potenzial für russische Gaslieferungen nach Deutschland deutlich erhöhen, schürt aber Spannungen sowohl innerhalb der EU als auch mit den USA.

Mecklenburg-Vorpommern plant die Gründung einer landeseigenen Stiftung, um die Fertigstellung der Ostseepipeline Nord Stream 2 sicherzustellen.

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Die Trump-Regierung lehnt den Bau der Pipeline entschieden ab und beschloss bereits Ende 2019 Sanktionen gegen die Betreiber von Verlegeschiffen. Die Verlegearbeiten waren deshalb im Dezember 2019 ausgesetzt worden. Derzeit ist die Pipeline nach Angaben der Betreibergesellschaft Nord Stream 2 AG, an der neben dem russischen Energieriesen Gazprom auch Uniper und Wintershall aus Deutschland, der französische Konzern Engie, der britisch-niederländische Konzern Shell sowie OMV aus Österreich als Finanzinvestoren beteiligt sind, zu 94 Prozent fertiggestellt.

Demnach sind noch etwa 120 Kilometer Pipeline in dänischen und etwas über 30 Kilometer in deutschen Gewässern zu verlegen. Russland will die umstrittene Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 trotz erwarteter US-Sanktionen zu Ende bauen. Moskau beabsichtige, "die kontinuierliche Arbeit an der Fertigstellung dieses Projekts fortzuführen", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

USA sehen zu große Abhängigkeit

Durch die beiden Leitungsstränge sollen künftig jedes Jahr zusätzlich 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Russland nach Deutschland gepumpt werden. Die USA laufen Sturm gegen die Gas-Pipeline, weil sie eine zu große Abhängigkeit ihrer Partner in Europa von Russland sehen.

Kritiker werfen den USA hingegen vor, nur ihr Flüssiggas in Europa besser verkaufen zu wollen. Im vergangenen Monat wurden die Bauarbeiten wieder aufgenommen.

Russisches Verlegeschiff "Fortuna". Archivbild

Verlegeschiff "Fortuna" - Nord Stream 2: USA kündigen Sanktionen an 

Nach vielen Drohungen will die US-Regierung erstmals Sanktionen im Streit um die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 verhängen. Davon betroffen soll das Verlegeschiff "Fortuna" sein.

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