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Erdgas für Europa : Nord Stream 1: Moskau droht mit Lieferstopp

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Moskau droht erstmals seit Beginn des Ukraine-Krieges mit einem Lieferstopp von Erdgas durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1. Sie ist wichtig für die Gasversorgung Deutschlands.

Die Energiepreis steigen - Mittlerweile droht Moskau, die Erdgasversorgung über die Pipeline Nord Stream 1 nach Deutschland zu kappen.

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Russland hat seit Beginn des Krieges gegen die Ukraine erstmals offen mit einem Gas-Lieferstopp durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 gedroht. In einer am Montagabend ausgestrahlten Rede im Staatsfernsehen sagte der russische Vize-Regierungschef Alexander Nowak:

Wir haben das volle Recht, eine 'spiegelgerechte' Entscheidung zu treffen und ein Embargo zu erlassen auf die Durchleitung des Gases durch die Pipeline Nord Stream 1.
Alexander Nowak, Russlands Vize-Regierungschef

Die Pipeline sei derzeit maximal mit 100 Prozent ausgelastet, fügte Nowak hinzu. Er äußerte sich mit Blick auf die gestoppte Leitung Nord Stream 2, deren Inbetriebnahme Russland anstrebt. "Aber noch treffen wir diese Entscheidung nicht. Niemand gewinnt dabei", sagte Nowak.

Die russische Regierung droht erstmals damit, Gaslieferungen von Russland nach Deutschland zu stoppen. Börsenexpertin Stephanie Barrett über die Folgen für Deutschland.

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Allerdings sehe sich Russland inzwischen durch die europäischen Politiker und ihre Anschuldigungen in diese Richtung gestoßen. Die Bundesregierung hatte die umstrittene Pipeline gestoppt, nachdem Russland am 24. Februar in die Ukraine einmarschiert war.

Nowak: Energiepreise werden in Europa in die Höhe schießen

Russland verfolge die Äußerungen westlicher Politiker, die sich von russischem Gas und Öl lösen wollten, meinte Nowak. Die EU-Politiker würden durch ihre Handlungen die Energiepreise inzwischen überhitzen.

Zurzeit steht und fällt Deutschlands Gasversorgung mit den Lieferungen aus Russland. Flüssiggasimporte zum Beispiel aus den USA sollen hier Abhilfe schaffen. Doch die Liefermengen sind begrenzt

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Russland gilt als größter Öllieferant in Europa - mit 30 Prozent des jährlichen Verbrauchs von 500 Millionen Tonnen. Novak betonte:

Es ist völlig offensichtlich, dass der Verzicht auf russisches Öl zu katastrophalen Folgen auf dem Weltmarkt führt.
Alexander Nowak, Vize-Regierungschef Russlands

Er sagte Preise von rund 300 US-Dollar je Barrel Öl voraus. "Die europäischen Politiker sollten ihre Bürger und Verbraucher ehrlich davor warnen, dass die Preise dann fürs Tanken, für Strom und für das Heizen in die Höhe schießen." Die Rohstoffmacht sei vorbereitet und werde andere Absatzmärkte als Europa und die USA finden, sagte Nowak.

Der Ölpreis ist so hoch wie lange nicht mehr. Der Druck auf den deutschen Markt wächst. Vor allem ist ungewiss, wie lange Russland noch Öl und Gas liefert. In Zukunft könnte verflüssigtes US-Erdgas eine Alternative sein - allerdings auf Kosten des …

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Nowak: Nord Stream 1 liefert 60 Miliarden Kubikmeter Gas nach Europa

"Europa verbraucht heute 500 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr, 40 Prozent davon sichert Russland", erklärte der Politiker. Allein über Nord Stream 1 liefen 60 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr. Über alle Krisen hinweg habe das Land stets zuverlässig geliefert und leite zudem weiter Gas durch die Ukraine und über andere Wege nach Europa.

In seiner Rede warnte Nowak, die Nationalisten könnten bei den Kämpfen in der Ukraine einen Anschlag auf das Durchleitungssystem verüben. Russland werde alles tun, um eine Eskalation zu verhindern.

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat unter anderem dazu aufgerufen russisches Öl zu boykottieren. Doch Deutschland ist bei der Energieversorgung weiter von Russland abhängig.

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Aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine finden Sie jederzeit in unserem Liveblog:

Zerstörtes Gebäude und Wrack eines Kozak-Panzerwagens in Donbass

Russland greift die Ukraine an - Aktuelles zum Krieg in der Ukraine 

Russlands Angriff auf die Ukraine dauert an. Es gibt Sanktionen gegen Moskau, Waffen für Kiew. Aktuelle News und Hintergründe zum Krieg im Blog.

Aktuelle Nachrichten zur Ukraine

Ein russischer Panzer bei der Militärparade des 09. Mai 2022.

Drei Monate Ukraine-Krieg - Schein und Sein der russischen Armee  

Während Russland militärische Größe und Bedrohlichkeit nach außen vermitteln will, häufen sich die Berichte über eine zunehmende Demoralisierung der russischen Truppen.

23.05.2022
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Die Sicherheitsexpertin Claudia Major vor einem Bücherregal. Unten links das ZDFheute live-Logo

Militärexpertin zu drei Monaten Ukraine-Krieg - "Russische Truppen sind ausgelaugt" 

Claudia Major von der Stiftung Wissenschaft und Politik spricht bei ZDFheute live über den Zustand der russischen Armee und den weiteren Kriegsverlauf.

23.05.2022
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23.05.2022, Davos: Klaus Schwab hätl eine Rede beim Jahrestreffen.

Nachrichten | heute journal - Davos und der Ukrainekrieg 

Mehr Sanktionen und ein Ölembargo forderte der ukrainische Präsident auf dem Weltwirtschaftsforum. In Davos ging es auch um den Wiederaufbau in der Ukraine, um eine drohende globale …

23.05.2022
von Anne Gellinek
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