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Maximal 60 Dollar pro Barrel : Preisdeckel für Moskaus Öl: G7 folgt der EU

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Die EU-Staaten haben sich auf die Höhe eines Preisdeckels für russisches Öl geeinigt. Nach langem Zögern stimmte auch Polen dem Maximalbetrag von 60 US-Dollar pro Barrel zu.

Mit einer Obergrenze von 60 Dollar pro Barrel haben sich die G7-Staaten und Australien auf einen Preisdeckel für russisches Öl geeinigt. Diese Regelung soll ab Montag gelten.

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Die EU-Staaten haben sich auf die Höhe eines Preisdeckels für russisches Öl geeinigt. Sie wollen Russland gemeinsam mit internationalen Partnern dazu zwingen, Erdöl von Montag an für zunächst höchstens 60 US-Dollar (etwa 57 Euro) pro Barrel (159 Liter) an Abnehmer in anderen Staaten zu verkaufen. In der Nacht zum Samstag schlossen sich auch die G7 und Australien dem Vorhaben an.

Der Preis würde dann um bis zu neun Euro unter dem jüngsten Marktpreis für russisches Rohöl der Sorte Urals liegen. Um die Preisobergrenze durchzusetzen, soll geregelt werden, dass für russische Ölexporte wichtige Dienstleistungen künftig nur noch dann ungestraft geleistet werden dürfen, wenn der Preis des exportierten Öls die Preisobergrenze nicht überschreitet.

Aufgrund der Scheinabstimmungen in den russisch besetzten Gebieten in der Ukraine soll es ein achtes Sanktionspaket gegen Russland geben.

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Polen lange zögerlich

Nach längerem Zögern stimmte auch Polen der Absprache am Freitag zu. Es sei ein Anpassungsmechanismus vorgesehen, der die Grenze bei mindestens fünf Prozent unter dem Marktpreis hält, sollte ein Fass Öl günstiger als 60 Dollar werden, teilte Polens EU-Botschafter Andrzej Sados mit.

Sein Land hatte für einen möglichst großen Abschlag auf den Marktpreis argumentiert, um Russland die Finanzierung des Krieges gegen die Ukraine zu erschweren. Mit der Zustimmung Polens können die EU-Staaten nun über das Wochenende den Preisdeckel, der für über den Seeweg transportiertes russisches Öl gelten soll, formell unter Dach und Fach bringen.

Wladimir Putin am 12.10.2022 in Moskau

Energiewoche in Russland - Putin: Lieferstopp für Länder mit Preisdeckel 

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Reedereien können russisches Öl ausfahren

Westliche Reedereien könnten mit ihren Schiffen damit weiterhin russisches Öl in Drittstaaten wie Indien transportieren. Auch soll die Regelung für andere wichtige Dienstleistungen wie Versicherungen, technische Hilfe sowie Finanzierungs- und Vermittlungsdienste gelten. Die Hoffnung ist, dass die Preisobergrenze zu einer Entspannung an den Energiemärkten führt und Drittländer entlastet.

Zudem soll damit auch dafür gesorgt werden, dass Russland nicht mehr von Preisanstiegen für Öl profitiert und damit seine Kriegskasse füllen kann. Um auf Marktentwicklungen reagieren zu können, sehen die Pläne vor, die Preisobergrenze etwa alle zwei Monate zu überprüfen. Sie soll immer um mindestens fünf Prozent unter einem von der Internationalen Energieagentur (IEA) ermittelten Durchschnittspreis liegen.

Nach zähen Verhandlungen haben sich die EU-Mitgliedstaaten auf ein Öl-Embargo gegen Russland geeinigt. Das Embargo gilt vorerst nur für russische Öllieferungen per Schiff.

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Preisgrenze soll Embargo auf russisches Öl ergänzen

Die Preisobergrenze soll das bereits im Juni von der EU beschlossene Öl-Embargo gegen Russland ergänzen. Dieses sieht unter anderem vor, den Erwerb, die Einfuhr oder die Weiterleitung von Rohöl und bestimmten Erdölerzeugnissen aus Russland in die EU zu verbieten. Die Beschränkungen gelten ab dem 5. Dezember für Rohöl und ab dem 5. Februar 2023 für andere Erdölerzeugnisse. Es gibt allerdings einige Ausnahmeregelungen zum Beispiel für Ungarn.

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