ZDFheute

Opec+ einigen sich auf Rohöl-Förderbremse

Sie sind hier:

Ölpreis-Stabilisierung - Opec+ einigen sich auf Rohöl-Förderbremse

Datum:

Nach zähen Verhandlungen haben sich die Opec+-Staaten darauf geeinigt, täglich zehn Millionen Barrel weniger Öl zu fördern - in der Hoffnung, so den Ölpreis stabil zu halten.

Die Corona-Krise zeigt ihre Auswirkungen auf die Ölproduktion: Die Opec+ haben sich nun auf eine drastische Senkung der Förderung geeinigt.

Beitragslänge:
1 min
Datum:

In der Hoffnung auf eine Eindämmung der Coronavirus-Pandemie haben sich Europas Anleger vor dem langen Osterwochenende an die Aktienmärkte zurückgetraut. Gespannt warteten Investoren auch auf die Beratungen der  Opec+. Der Verbund  der Erdölförderländer einigte sich nach zähem Ringen auf eine Rohöl-Förderbremse.

Täglich zehn Millionen Barrell weniger fördern

Die Staatengruppe Opec+, zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Staaten wie Russland gehören, vereinbarten eine Kürzung der Tagesproduktion um zehn Millionen Barrel (je 159 Liter), wie aus einer Mitteilung des Verbunds hervorgeht. Das entspricht etwa zehn Prozent des weltweiten Angebots.

Ölplattform - Windkraft

Energiewende -
"Alternativen sind auf dem Vormarsch"
 

Erleben wir das Ende des Ölzeitalters? Noch nicht, sagt Marktbeobachter Bernhard M. Klinzing. Die Branche gebe viel Geld aus, um alternative Energiequellen zu erschließen.

Förderkürzungen gelten vorerst bis Juni

Damit wollen sie dem Preisrutsch ihres wichtigen Exportguts Einhalt gebieten. Die Kürzung solle für die beiden Monate Mai und Juni gelten. Danach solle die Fördermenge weiter reduziert werden. Ein weiteres Opec+-Treffen mittels Videokonferenz solle am 10. Juni stattfinden, um die Lage der Ölmärkte zu evaluieren.

Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners sagt:

Es dreht sich alles um die Frage, ob die Förderkürzungen groß genug sein werden, um den Ölpreis nachhaltig zu stabilisieren.
Portfolio-Manager Thomas Altmann

Die Experten der Bank "Goldman Sachs" bezweifeln, dass Kürzungen zur dauerhaften Stabilisierung führen. Dazu sei der Nachfrageschock schlicht zu groß.

US-Schieferölförderer in der Klemme

Verkompliziert wurden die Opec+-Gespräche zuletzt auch durch die Weigerungen der USA und Russlands, die Produktion ebenfalls zu drosseln. Die US-Schieferölförderer brauchen Experten zufolge einen Ölpreis von etwa 50 Dollar je Barrel (159 Liter), um profitabel zu arbeiten. Die US-Ölsorte WTI kostet derzeit nur etwa 23 Dollar. Die ersten Schieferöl-Firmen haben bereits Gläubigerschutz beantragt.

Reich durch Erdöl -
Wie Norwegen seinen Staatsfonds ethischer macht
 

Kann die globale Finanzindustrie ethisch und nachhaltig werden? Der weltweit größte Staatsfonds macht das vor. Offenbar merken Investoren nun, dass Nachhaltigkeit Rendite macht.

von Carsten Meyer
Videolänge:
28 min

Ölpreise so tief wie seit 18 Jahren nicht mehr

Durch die Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie ist der weltweite Rohöl-Bedarf binnen weniger Wochen um etwa ein Drittel oder 30 Millionen Barrel pro Tag zurückgegangen. Der Ölpreis war in den vergangenen Wochen stark gefallen, zeitweise sogar auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren.

Trump will Öl-Deal

Das Weiße Haus teilte unterdessen mit, dass Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem Saudi-Arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman per Telefon über Maßnahmen zur Stabilisierung des Ölpreises gesprochen habe.

Ein Klick für den Datenschutz

Erst wenn Sie hier klicken, werden Bilder und andere Daten von Drittanbietern nachgeladen. Ihre IP-Adresse wird dabei an externe Server (Facebook, Google, Instagram, Twitter, etc.) übertragen. Über den Datenschutz dieser Anbieter können Sie sich auf den jeweiligen Seiten informieren. Um Ihre künftigen Besuche zu erleichtern, speichern wir Ihre Zustimmung in einem 'ZDF-Cookie'. Diese Zustimmung können Sie in den Einstellungen unter 'Mein ZDF' jederzeit widerrufen. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

In den Gesprächen sei es um einen "Öl-Deal" gegangen, schrieb der für Onlinedienste zuständige Abteilungsleiter Dan Scavino im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.