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Mode-Kette : Orsay schließt alle Filialen in Deutschland

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Die Modefirma Orsay mit Sitz im baden-württembergischen Willstätt schließt alle ihre deutschen Filialen. Allen Mitarbeitenden wird gekündigt.

Baden-Württemberg, Esslingen: Schlussverkauf in der Filiale der Modekette Orsay in Esslingen am Neckar.
Die Modekette Orsay schließt alle Filialen.
Quelle: Andreas Rosar Fotoagentur-Stuttg/dpa

Die Modekette Orsay schließt nach Angaben eines Firmensprechers alle Filialen in Deutschland und hat den rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gekündigt. Wie der Sprecher am Dienstag auf Anfrage mitteilte, hat das Unternehmen mit Sitz in Willstätt (Ortenaukreis) bereits Ende März die Stilllegung des Geschäftsbetriebs beschlossen, die nun Ende Juni vollzogen werde.

Keine Perspektive für Beschäftigte im Bekleidungshandel

Handelsexperte Gerrit Heinemann geht davon aus, dass die bisherigen Verkaufsmitarbeiter der Kette im Bekleidungshandel nicht mehr gebraucht werden. Wenn sie flexibel seien und etwa Lebensmittel verkaufen wollten, sei ihre Perspektive jedoch gut, sagte der Professor von der Hochschule Niederrhein. Im Handel würden immer Mitarbeiter benötigt.

Anfang des Jahres habe Orsay in Deutschland noch rund 1.200 Mitarbeiter beschäftigt. Die rund 130 Filialen werden nach Angaben des Sprechers geschlossen. Zuvor hatte die "Textilwirtschaft" darüber berichtet.

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Sprecher: Auch in anderen Ländern müssen Filialen schließen

Der "Rheinischen Post" sagte der Orsay-Sprecher, der Krieg gegen die Ukraine habe die Konsumneigung der deutschen Verbraucher noch weiter gedrückt, schon die Pandemie habe das Geschäft stark belastet.

"Daher kann das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, auf das wir große Hoffnungen gesetzt hatten, nicht fortgeführt werden." Auch in anderen Ländern würden die Läden stillgelegt. In Österreich sei das bereits geschehen.

Staatshilfen ohne Erfolg

Das Unternehmen hatte den Angaben zufolge einmal 197 Standorte in Deutschland, 67 davon seien bereits Ende April im Rahmen der Sanierung geschlossen worden.

Da es unter den aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht gelungen sei, einen Investor zu finden, müsse nun der schon Ende März getroffene Stilllegungs-Beschluss umgesetzt werden, sagte der Sprecher der "Rheinischen Post".

Auch Staatshilfe hatte dem angeschlagenen Unternehmen demnach nicht geholfen. Die Firma erhielt nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr vom Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung eine Hilfszusage über 33 Millionen Euro, rief das Geld aber nur zum Teil ab.

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