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Polnische LOT übernimmt Ferienflieger Condor

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Neuer Eigentümer - Polnische LOT übernimmt Ferienflieger Condor

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Die polnische Gesellschaft LOT übernimmt den Ferienflieger Condor, der durch die Insolvenz von Thomas Cook in Bedrängnis geraten ist.

Die Zukunft des Ferienfliegers Condor ist gesichert. Die polnische Airline LOT wird Condor übernehmen. Nach der Pleite von Thomas Cook im September 2019 hatte Condor einen staatlichen Überbrückungskredit erhalten. Der soll jetzt zurückgezahlt werden.

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Das Unternehmen betont, für die Kunden solle sich dadurch nichts ändern. Condor durchläuft seit der Pleite seines britischen Mutterkonzerns Thomas Cook ein spezielles Insolvenzverfahren für Unternehmen mit guten Aussichten auf einen Fortbestand.

In der Endrunde des Bieterverfahrens waren neben LOT die Investoren Apollo aus den USA und Greybull aus Großbritannien, wie es in verhandlungsnahen Kreisen hieß.

Bund und Land Hessen hatten Condor unterstützt

Das 1928 gegründete Staatsunternehmen verfügt über eine Flotte von rund 90 Maschinen und beschäftigt 700 Piloten sowie weitere gut 1.300 Mitarbeiter. Die von Rafal Milczarski geführte LOT befördert rund zehn Millionen Passagiere jährlich.

Der deutsche Ferienflieger Condor und seine rund 4.900 Beschäftigten konnten nach der Pleite von Thomas Cook Ende September nur mit Hilfe eines auf sechs Monate befristeten Staatskredits über 380 Millionen Euro weiterarbeiten.

Der Bund und das Land Hessen unterstützten Condor, weil das Unternehmen unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sei und gute Aussichten auf einen Fortbestand habe. Der Kredit muss bis Mitte April zurückgezahlt werden. Nach dpa-Informationen soll LOT nach der Übernahme die staatlichen Hilfskredite schnell zurückzahlen.

Condor-Beschäftigte mussten Einschnitte hinnehmen

Bis zum Jahr 2024 will das polnische Unternehmen die Zahl der beförderten Passagiere auf 20 Millionen pro Jahr verdoppeln, erklärte Vorstandschef Rafal Milczarski in dieser Woche. 2015 hatte die Airline nach eigenen Angaben noch 4,4 Millionen Fluggäste mit lediglich 37 Flugzeugen befördert.

Zuletzt hatten die Condor-Beschäftigten Einschnitte hinnehmen müssen, um das Unternehmen für einen Käufer attraktiver zu machen. Ziel von Vorstandschef Ralf Teckentrup war es, die Gewinnaussichten der Airline mit Kostensenkungen zu verbessern und das Unternehmen möglichst als Ganzes zu verkaufen.

So wurde etwa beschlossen, 170 von 750 Jobs in der zentralen Frankfurter Verwaltung abzubauen. Jüngst hatte sich Condor zudem mit den Gewerkschaften Verdi und Ufo auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt, der die Streichung von 150 Flugbegleiterstellen vorsah.

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