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Fabrik in Tübingen : Porsche setzt auf eigene Batteriezellen

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Porsche geht einen weiteren Schritt in Richtung E-Mobilität: Gemeinsam mit Partner Customcells will der Autobauer Batteriezellen produzieren - vorerst aber nur für den Motorsport.

Baden-Württemberg, Weissach: Winfried Kretschmann (l, Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Oliver Blume (m), Vorstandsvorsitzender der Porsche AG und Boris Palmer (r; Bündnis 90 / Die Grünen, der Oberbürgermeister von Tübingen).
Der Bund und das Land Baden-Württemberg fördern das Projekt mit 60 Millionen Euro.
Quelle: dpa

Porsche steigt ein in die Batteriezellenfertigung. Das klingt spektakulär, hatten die europäischen Automobilhersteller doch noch vor drei Jahren erklärt, den Vorsprung der asiatischen Hersteller nicht mehr einholen zu können, zumindest nicht auf wirtschaftlich sinnvollen Wegen.

Der Wind aber hat sich gedreht, in Kooperationen zwischen deutschen Autobauern und skandinavischen oder asiatischen Partnern entstehen inzwischen auch hier sogenannte Gigafabriken für Batteriezellen - in Erwartung großer Nachfragezuwächse.

Motorsport als Entwicklungstreiber bei Batteriezellen

Porsche allerdings ist auf anderen Spuren unterwegs. Der Zuffenhausener Sportwagenbauer aus der Volkswagengruppe tut sich zusammen mit Customcells, einem kleinen Batteriezellenentwickler aus Itzehoe, Ausgründung des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnik. Es wird zunächst im kleinen Maßstab vorangeschritten, nur Kilo statt Giga, herauskommen sollen erst mal Zellen für rund 1.000 Fahrzeuge im Jahr.

Das reiche aus für den ersten Entwicklungsschritt, sagt Porsche-Chef Oliver Blume: "Porsche entwickelt alle Innovationen im Motorsport und überträgt sie dann auf die Serie. Genauso ist das hier der Fall. Wir haben geplant, 2024 die ersten Zell-Anwendungen im Motorsport einzusetzen."

Und wenn die Technologie sich dann als reif erweist, dann werden wir das genauso in die Serie übertragen, wie wir das bei anderen Technologien auch gemacht haben.
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender Porsche

Batteriezellen-Fabrik in Tübingen

Die Erkenntnis: Je besser eine Batterie auf die Anforderungen ihres Einsatzes abgestimmt ist, umso besser ist das für alle Werte wie Leistungsdichte, Stromfluss, Gewicht, Ladegeschwindigkeit, möglichst wenig Innenwiderstand und somit wenig Erhitzung.

Und genau darum wird es den Entwicklern in der neuen Fabrik in Tübingen gehen. "Wir wollen erst mal für ein Rennfahrzeug die perfekte Zelle hinkriegen und nicht wie für den Massenmarkt möglichst viele Parameter darin abbilden", sagt Leopold König, einer der Chefs von Customcells.

Millionenförderung durch Bund und Baden-Württemberg

Trotz der Spezialisierung: Bund und Land Baden-Württemberg fördern das Firmenprojekt namens "Cellforce" mit rund 60 Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, findet Ministerpräsident Winfried Kretschmann von den Grünen, auch wenn viele sich ein Premiumprodukt wie einen Porsche nicht leisten können: "Aber oft ist es so, dass von diesen Premiumprodukten sich das schrittweise weiterverbreitet. Wir haben die Aufgabe, in unserem Land mit den Premiummarken Treiber zu sein, damit es dann auch in die Produkte gelangt, von denen zum Schluss alle in ihrer Breite profitieren können."

Es gehe darum, mit Spitzentechnologie einen Schlüssel der künftigen Wirtschaft zu beherrschen, das Energiespeichern. Dies sichere Wohlstand und Arbeitsplätze und auch die Zukunft der Automobilstandortes Baden-Württemberg.

In Tübingen soll die die Belegschaft bis zum Produktionsstart auf 80 Mitarbeiter anwachsen.

Schweden will das erste klimaneutrale Land Europas werden. Ein wichtiger Schritt dahin sind selbstproduzierte Batterien für Elektroautos. Fast 1000 Kilometer nördlich von Stockholm wird nun eine Mega-Fabrik für Batteriezellen gebaut.

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4 min
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