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Kursabsturz bei Coca Cola : Ronaldos Grätsche - die keine war

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Auf einer Pressekonferenz nahm Fußballer Ronaldo zwei Flaschen Coca Cola und räumte sie weg. Der Aktienkurs des Konzerns brach ein. Ganz so leicht ist der Zusammenhang aber nicht.

Cristiano Ronaldo während einer Pressekonferenz
Cristiano Ronaldo während einer Pressekonferenz. Kurz zuvor griff er zu "Agua" - statt zur Brause.
Quelle: Reuters

Ronaldo stellt auf einer Pressekonferenz demonstrativ zur Schau, was er von Coca Cola hält. Nämlich nichts. Prompt verkaufen die Anleger die Papiere in Scharen und der Kurs der Aktie verliert. Der vorbildliche Kampf des Spitzenathleten gegen den ungesunden Dickmacher Zucker, Hauptbestandteil der Brause, zeigt Wirkung an der Börse. So scheint es zumindest. Aber ganz so einfach ist die Geschichte nicht.

Ex-Dividende, ein ganz normaler Börsenvorgang

Möglicherweise hat sich der eine oder andere Anleger von Ronaldos Coca-Cola-Tackling tatsächlich schrecken lassen und seine Aktien verkauft. Aber naheliegender dürfte ein viel banalerer Grund sein.

Cristiano Ronaldo am 14.06.2021 in Budapest

Kaltgetränk verschmäht - Coca Cola: Milliardenverlust nach Ronaldo-PK? 

Bevor er am Dienstag den Ungarn mit einem Doppeltreffer das Leben schwer machte, hat Superstar Ronaldo dem Getränke-Konzern Coca Cola nebenbei einen mitgegeben.

Just an jenem Tag als der Superstar nur Durst auf "Agua" hatte, war nämlich gleichzeitig der Tag an dem die Coca-Cola-Aktie erstmals ohne das Bezugsrecht für die bevorstehende Dividende gehandelt wurde. Ein ganz normaler Börsenvorgang eben, der bei allen Unternehmen vorkommt, die Dividenden an ihre Anteileigner ausschütten.

Ohne Dividende, also ex-Dividende, so der Börsenausdruck dafür, ist die Aktie eben genau diesen prozentualen Anteil weniger wert. Coca Cola schüttet vierteljährlich Dividenden aus. In diesem Fall 42 Cent je Aktie, die am 1. Juli an die Aktionäre fließen werden. Der Abschlag also ungefähr, der Ronaldos Tat zugeschrieben wurde.

Warren Buffett vs. Ronaldo

Möglicherweise wird man sich bei Coca Cola als einer der Hauptsponsoren der EM auch geärgert haben. Aber, um in der Fußballsprache zu bleiben, ist es für den Konzern viel wichtiger, dass Leute wie Starinvestor Warren Buffett Coca Cola nicht aus dem Team - sprich aus ihren Milliarden-Fonds - werfen als das Ronaldo das Getränk nicht mag. Und Buffett, so hört man, ist weiterhin großer Coca-Cola-Fan.

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