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Schwächste Börsenwoche seit elf Jahren

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Wegen Coronavirus - Schwächste Börsenwoche seit elf Jahren

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Die Börsen haben die schwerste Handelswoche seit der Finanzkrise hinter sich. Die US-Notenbank kündigt Hilfsmaßnahmen an. Darauf setzen Broker nun ihre Hoffnungen.

Die Furcht vor den Folgen der weltweiten Coronavirus-Epidemie brockt den internationalen Aktienmärkten die schwärzeste Woche seit der Finanzkrise 2008 ein. Allein seit Wochenauftakt sank der Wert der Unternehmen an den Börsen um fast sechs Billionen Dollar. Eine Beruhigung ist vorerst nicht in Sicht. "Die Investoren versuchen, sich auf das Schlimmste einzustellen", sagt Aktienexperte John Lau.

Das sind höchst unsichere Zeiten, keiner kennt die Antwort, und die Märkte sind in Panik.
Aktienexperte John Lau

Der Dax ging am Freitag 3,9 Prozent im Minus bei 11.890 Punkten aus dem Handel - zwischenzeitlich hatte er noch rund 170 Punkte tiefer gelegen. Vor eineinhalb Wochen hatte der Dax mit 13.795 Zählern noch ein Rekordhoch markiert. Der EuroStoxx50 verlor 3,7 Prozent auf 3329 Zähler. Seit Wochenauftakt haben beide Indizes mehr als zwölf Prozent an Wert verloren. Innerhalb weniger Tage wurden die Kursgewinne der vergangenen Wochen und Monate pulverisiert, sagt Analyst Christian Henke.

Nachrichten | heute -
Coronavirus belastet Wirtschaft
 

Das Coronavirus droht, eine schwere Belastung für die Wirtschaft zu werden. Lieferketten aus China brechen zusammen. Der DAX verlor am Vormittag fünf Prozent.

von Ina Baltes
Videolänge:
1 min

Verlustreichster Monat seit elf Jahren

Der Dow Jones Industrial, der zeitweise deutlich unter 25.000 Punkte gefallen war, schloss mit einem Minus von 1,39 Prozent auf 25.409 Punkte. Damit ging für das wichtige Börsenbarometer mit einem Wochenverlust von 12,4 Prozent eine der schlimmsten Handelswochen seit Jahren zu Ende.

Noch markanter waren die Einbußen zuletzt nur während der Finanzmarktkrise im Oktober 2008. Auf Vierwochensicht sieht es kaum besser aus: Mit minus zehn Prozent hat der Dow den verlustreichsten Monat seit genau elf Jahren hinter sich.

Alle Branchen verzeichnen Verluste

Kräftige Verluste gingen am US-Aktienmarkt zunächst wieder quer durch alle Branchen, am Ende des Handelstages allerdings gelang dem US-Energiesektor eine erste Erholung: Er legte um rund 1,3 Prozent zu. Die IT-Branche verbuchte ein kleines Plus von 0,8 Prozent.

Für mittelfristig orientierte Anleger böten die derzeitigen Kursrückgänge aber die Gelegenheit, wieder Positionen aufzubauen.

Die Panik kann noch für einige Zeit anhalten, aber das Comeback der Wirtschaft könnte stark ausfallen.
Investor Mark Dowding

Dabei hoffen die Anleger auch auf die Notenbanken als Retter in der Not. Die US-Notenbank wird nach den Worten von Fed-Chef Jerome Powell angemessen handeln, um die Wirtschaft angesichts des Coronavirus-Ausbruchs zu unterstützen. "Wir werden unsere Werkzeuge einsetzen und handeln, wie es angemessen ist, um die Wirtschaft zu unterstützen."

Euro gewinnt gegenüber Dollar

Der Kurs des Euro stieg zum Börsenschluss an der Wall Street wieder über 1,10 US-Dollar und kostete zuletzt 1,1039 Dollar. Der Dollar kostete 0,9110 (0,9121) Euro.

Nachrichten | ZDF spezial -
ZDF spezial - Coronavirus in Deutschland
 

Videolänge:
36 min

In Deutschland sind indes weitere Infektionsfälle bestätigt worden, so meldeten Hessen und Baden-Württemberg neue Ansteckungen. Im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen erhöhte sich die Zahl der Infizierten nach Behördenangaben um zwei weitere Fälle auf 37. In dem Landkreis befinden sich rund tausend Menschen unter Quarantäne.

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