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Immobilien-Nachfrage steigt - Schweiz boomt für Millionäre

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In der Schweiz ist die Millionärsdichte so hoch wie nirgends sonst. Dank Corona wächst der Club der Millionäre immer noch mehr.

Schweiz boomt als Tummelparadies für Millionäre. Archivbild
Schweiz boomt als Tummelparadies für Millionäre. Archivbild
Quelle: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Seit Jahrzehnten ziehen Superreiche aus aller Welt in die Schweiz: Banken, Diskretion, Sicherheit und atemberaubende Kulisse sind einige Gründe dafür. Die Corona-Pandemie beflügelt nun den Run: "Die Pandemie löste einen Nachfrageboom nach Luxusimmobilien aus", berichtet die Bank UBS.

Ein Quadratmeter für 33.000 Euro

Die höchsten Quadratmeterpreise werden in der Gemeinde Cologny bei Genf erzielt. Dort kostet ein einziger Quadratmeter so viel wie in manchen deutschen Gemeinden eine ganze Wohnung: umgerechnet rund 33.000 Euro. Corona habe die Sehnsucht vieler nach einem sicheren Hafen verstärkt, glauben UBS-Analysten: "Das Risiko höherer Steuern für Top-Verdiener (ist) - anders als mancherorts im Ausland - dank stabiler fiskalischer Position überschaubar."

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In der Schweiz liegt die Schuldenquote bei 40 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Zum Vergleich: In Deutschland sind es rund 70 Prozent, in anderen Ländern, etwa Frankreich, sind es sogar mehr als 100 Prozent. Viele Betuchte mit deutschen Wurzeln genießen bereits die Vorzüge der Schweiz.

Credit Suisse: Jeder Sechste ein Millionär

Die Bank Credit Suisse schätzt, dass 2020 fast jeder sechste Einwohner (14,9 Prozent) zum Millionärsclub gehörte. Auch wenn das großzügig geschätzt ist: Die Gesamtzahl dürfte an der Millionengrenze liegen. Abgesehen von Kleinststaaten wie Monaco kommt kein anderes Land der Welt auf so eine Millionärsdichte. Auch die Milliardäre sind keine ganz kleine Gruppe: 135 haben so viel Geld auf der hohen Kante, wie die Zeitschrift "Bilanz" schätzt. Gerechnet wird in Dollar - ein Franken entspricht aktuell rund 1,09 Dollar oder 0,92 Euro.

Nun kommen neue Millionäre ins Land. Rechtsanwalt Enzo Caputo, der ausländischen Kunden zum Leben in der Schweiz verhilft, spricht von 25 Prozent Nachfragezuwachs. "Ich habe auch aus Deutschland regen Zuwachs verzeichnet", sagt er. Andere Anwälte sprechen sogar von bis zu 40 Prozent mehr Anfragen. Nachprüfen lässt sich das nicht, Diskretion ist oberstes Gebot.

Einkommenssteuer niedriger als anderswo

"Ich mache eine Art Kuhhandel mit dem Kanton, ich handele Verträge aus über eine Pauschalbesteuerung", sagt Caputo. Zugezogene müssen ihren Reichtum gar nicht deklarieren. Das Paket von Aufenthaltsbewilligung und Pauschalsteuer war im Kanton Jura nach Angaben des Senders RTS für einen ledigen Nichteuropäer für umgerechnet rund 135.000 Euro im Jahr zu haben.

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Auch ohne solche Deals: Die Einkommenssteuer ist je nach Kanton mit rund 22 Prozent teils nur halb so hoch wie in vielen anderen Ländern. Nach Analysen der Boston Consulting Group liegt in keinem Land der Welt so viel Vermögen von Ausländern, die nicht im Land wohnen: 2,4 Billionen Dollar (gut 2 Billionen Euro). Das ist ein Viertel sämtlicher Auslandsvermögen, mehr als in Hongkong und Singapur.

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