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Leitindex der Deutschen Börse - Siemens Energy ersetzt Beiersdorf im Dax

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Siemens Energy gehört künftig zu den im Deutschen Aktienindex Dax geführten Firmen. Das Energietechnik-Unternehmen ersetzt den Kosmetikhersteller Beiersdorf.

Der Schriftzug von «Siemens Energy».
Künftig im DAX mit dabei: Siemens Energy.
Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa

Siemens Energy rückt in die erste Riege der Deutschen Börse auf. Das entschied der Börsenbetreiber am Mittwochabend in Frankfurt. Das erst im vorigen Jahr von Siemens abgespaltene Münchner Energietechnik-Unternehmen ersetzt im Deutschen Aktienindex Dax den Hamburger Konsumgüter- und Kosmetikhersteller Beiersdorf, der Ende 2008 in den Dax aufgestiegen war.

Siemens Energy erst 2020 vom Mutterkonzern abgespalten

Zuletzt war der wichtigste deutsche Börsenindex im vorigen Sommer neu sortiert worden. Damals übernahm der internationale Essenlieferdienst Delivery Hero im Leitindex den Platz des Zahlungsdienstleisters Wirecard, der nach einem milliardenschweren Bilanzskandal insolvent ist. Die Umsetzung der jüngsten Änderungen erfolgt zum 22. März.

Siemens spaltet sein Energiegeschäft ab.

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Wichtig sind Index-Änderungen vor allem für Fonds, die Indizes exakt nachbilden (ETF). Dort muss dann entsprechend umgeschichtet und umgewichtet werden, was Einfluss auf die Aktienkurse haben kann. Die nächste Dax-Neuordnung steht bereits in rund sechs Monaten an. Dann wird der Leitindex von bisher 30 auf 40 Werte erweitert.

27,5 Milliarden Euro Umsatz

Dass Siemens Energy so schnell in den Dax aufrückt, verdankt der Konzern einem Startvorteil: Mit mehr als 90.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 27,5 Milliarden Euro hat Siemens durch die Abspaltung seines Energiegeschäfts ein Schwergewicht geschaffen. 55 Prozent kamen Ende September 2020 an die Börse. 45 Prozent liegen bei Siemens und seinem Pensionsfonds. Mittelfristig soll der Anteil sinken.

Im Energiegeschäft ist Siemens Energy breit aufgestellt: Von Turbinen für Kohle- und Gaskraftwerke über Leitungstechnik bis zur Windenergie bei der Tochter Siemens Gamesa, an der Energy gut zwei Drittel hält. Viele Verträge dabei sind langfristig, weil sie nicht nur das Produkt sondern auch seine Wartung enthalten. Das erklärt auch den Auftragsbestand von 79 Milliarden Euro - dem dreifachen Jahresumsatz.

Siemens Energy steht schwieriger Umbau bevor

Dennoch steht Energy eine schwierige Transformation bevor - vor allem weil der Markt für konventionelle Energieerzeugung langfristig wegbricht. Besonders von der Kohle will sich das Unternehmen verabschieden und beteiligt sich nicht mehr an neuen Ausschreibungen für reine Kohlekraftwerke. Gas misst Konzernchef Christian Bruch dagegen mittelfristig noch große Bedeutung zu.

Siemens Energy will Kosten sparen und bis 2025 weltweit 7.800 Stellen abbauen.

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Der Umbau trifft auch die Beschäftigten: Anfang Februar hat Energy angekündigt, in den kommenden Jahren 7.800 Jobs im Bereich Gas and Power abbauen zu wollen, 3.000 davon in Deutschland. Das soll zwar möglichst ohne betriebsbedingte Kündigungen passieren, sicher ist dies aber nicht. Die Aktionäre hat Energy dagegen bisher glücklich gemacht: Seit dem Börsendebüt hat der Kurs um fast die Hälfte zugelegt.

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