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Teure Energiekosten - Sprit- und Gaspreise steigen immer weiter

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Sprit kostet so viel wie seit neun Jahren nicht mehr, der Gaspreis klettert auf Rekordstände. Die Regierung plant jedoch keine zusätzlichen Maßnahmen.

Die steigenden Energiepreise machen Haushalten und Unternehmen in ganz Europa zu schaffen. Die EU-Kommission schlägt den Mitgliedstaaten nun verschiedene Maßnahmen vor.

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Die amtierende Bundesregierung plant keine zusätzlichen staatlichen Maßnahmen gegen die steigenden Energiepreise. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, er könne solche Maßnahmen, die die nächste Regierung betreffen würden, nicht ankündigen.

Gas über vier Mal so teuer

In den vergangenen Monaten sind die Großhandelspreise für Gas international auf Rekordstände geklettert. Nach Angaben des Vergleichsportals Check 24 verteuerte sich die Megawattstunde Gas binnen Jahresfrist um 451 Prozent auf 44,03 Euro.

Es seien bereits Entlastungen beschlossen worden: eine Senkung der EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms aus staatlichen Mitteln, eine Erhöhung der Pendlerpauschale sowie Verbesserungen beim Wohngeld.

Überall leiden Haushalte und Unternehmen zunehmend unter den steigenden Heiz- und Stromkosten.

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Bundeswirtschaftsministerium: Versorgungssicherheit ist hoch

Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums sagte, die Versorgungssicherheit in Deutschland sei weiter hoch. Die Nachfrage werde vollständig im Markt bedient. Das Ministerium sehe derzeit keine Versorgungsengpässe bei der Gasversorgung in Deutschland.

Die Gasspeicher in Deutschland seien derzeit zu 75 Prozent gefüllt, in den vergangenen Wochen habe es eine Steigerung gegeben. Ein ähnliches Niveau habe es 2015/2016 gegeben, damals sei das Land gut durch den Winter gekommen. Die Gasspeicher seien in den vergangenen Jahren höher befüllt gewesen.

Europäische Kommission legt Werkzeugkasten vor

Die Europäische Kommission legte am Mittwoch angesichts der gestiegenen Energiepreise einen Werkzeugkasten vor mit Maßnahmen, die EU-Länder national anwenden können, ohne den Markt zu verzerren.

Die Sprecherin von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte, wichtig sei es, mittelfristig den Energie-Binnenmarkt und die erneuerbaren Energien auszubauen. Dies verringere den Energieimport und wirke preisdämpfend.

Archiv: Die Zentrale von E.ON am 12.03.20218 in Essen.
Der Energiekonzern Eon kann zurzeit neuen Kunden keinen Vertrag über Gas anbieten.
Quelle: dpa

Eon stoppt Neukundengeschäft mit Gas

Wegen des enormen Preisanstiegs beim Gas hat der Energieversorger Eon das Neugeschäft mit Privatkunden vorläufig gestoppt. "Leider können wir Ihnen derzeit keine Erdgas-Produkte anbieten", war am Mittwoch auf der Kunden-Homepage des Energiekonzerns zu lesen.

Ein Unternehmenssprecher betonte, Bestandskunden seien nicht betroffen. Sie würden selbstverständlich weiter beliefert.

Auch seine Aufgaben als Grundversorger werde der Konzern weiter nachkommen. Die Grundversorger springen beim Ausfall anderer Lieferanten ein, um die Gasversorgung der betroffenen Haushalte sicherzustellen.

Bayern, München: Eine Frau hält an einer Tankstelle an einer Zapfsäule eine Zapfpistole in der Hand und betankt ein Auto.
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Acht-Jahres-Hoch - Spritpreise klettern: Wie Frust ausbleibt 

Benzin und Diesel sind so teuer wie schon seit Jahren nicht mehr. Das bekommen besonders Verbraucher zu spüren. Diese Tipps helfen beim Sparen.

von Marcel Burkhardt

Spritpreise auf Neunjahreshoch

Auch die Spritpreise steigen immer weiter. Inzwischen haben sie die höchsten Werte seit 2012 erreicht, dem bisher teuersten Tankjahr, wie aus Zahlen des ADAC hervorgeht. Demnach kostete Super E10 am Dienstag im bundesweiten Durchschnitt 1,647 Euro pro Liter - 3,8 Cent mehr als eine Woche zuvor. Bei Diesel waren es 1,526 Euro pro Liter - ein Plus von 4,8 Cent.

Damit fehlen bei Diesel nur noch 2,8 Cent zum Allzeithoch aus dem August 2012. Bei Super E10 ist der Abstand zum Allzeithoch mit 6,2 Cent noch etwas höher - es war im September 2012 erreicht worden.

Wichtigster Treiber sind dabei die Ölpreise, die zuletzt im Bereich von Mehrjahreshochs gelegen hatten. Zudem zieht Diesel im Herbst wegen der Heizölsaison häufig noch zusätzlich an.

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