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Spritpreise bis zu 11 Cent höher - 2021 startet mit teurerem Benzin

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Mit Vollgas ins neue Jahr? Das wird auf jeden Fall teurer - nachdem 2020 Tanken ungewöhnlich billig war, steht für 2021 die erste Preiserhöhung schon fest.

Archiv: Zapfsäule an einer Total-Tankstelle am Flughafen Köln/Bonn am 22.11.2017
Die erste Preissteigerung beim Sprit kommt bereits in der Nacht zum 1. Januar.
Quelle: Imago

Das neue Jahr wird teurer für Autofahrer und Autofahrerinnen: Schon in der Nacht zum 1. Januar 2021 werden die Spritpreise wohl einen kräftigen Sprung machen. Wer noch im alten Jahr tankt, kann sich einige Euro sparen. Doch auch langfristig ist eher nicht mehr damit zu rechnen, dass die Spritpreise wieder so niedrig werden wie 2020.

Für den erwarteten Preissprung in der Nacht zum 1. Januar sind zwei Effekte verantwortlich: Die Mehrwertsteuer kehrt wieder auf ihr altes Niveau zurück und die neue CO2-Bepreisung verteuert auch Treibstoffe.

Ein Liter kostet bis zu 11 Cent mehr

Zusammen macht das 10 bis 11 Cent pro Liter aus, wie sowohl der Mineralölwirtschaftsverband (MWV) als auch der ADAC errechnet haben.

Wie viel davon beim Kunden ankomme, entscheide sich aber im Wettbewerb, heißt es vom MWV. Einen großen Ansturm auf die Tankstellen vor der Erhöhung erwartet der ADAC nicht. Dafür sei das Verkehrsaufkommen aktuell zu gering.

ADAC erwartet weitere Steigerungen

So gut sich der Preissprung zum Jahresbeginn beziffern lässt, so schwierig ist die weitere Entwicklung vorherzusagen. Beim ADAC erwartet man tendenziell eine Steigerung. "Aber das muss nicht so kommen", sagt ein Experte des Verkehrsclubs. Die Entwicklung hänge vor allem vom Ölpreis ab. Wie viel gefahren wird - und damit die Nachfrage nach Benzin und Diesel - spiele im Vergleich eine untergeordnete Rolle.

Der MWV betont, dass die Spritpreise nicht direkt am Ölpreis hängen und von verschiedenen Faktoren abhängen. Die Einkaufspreise für die Tankstellen entstünden an einem eigenen Markt und könnten durchaus von der Entwicklung der Ölpreise abweichen.

Eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft zeichnet für das Wirtschaftsjahr 2021 ein gemischtes Bild.

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Einige sprechen bereits von einem "Nach-Corona-Boom". Zudem dürfte auch die starke Konjunkturerholung in Asien für eine stärkere Nachfrage nach Rohöl und Auftrieb bei den Weltmarktpreisen sorgen.

Ölpreis könnte in der zweiten Jahreshälfte steigen

2021 könnten die Ölpreise vor allem in der zweiten Jahreshälfte nach oben gehen. "Die wirtschaftliche Erholung wird die Energienachfrage anschieben", versicherte Rohstoffanalystin Barbara Lambrecht von der Commerzbank.

Wie auch immer der Ölpreis sich 2021 entwickelt: Mögliche Kapriolen werden sich nur gedämpft in den Spritpreisen wiederfinden. So ist die Mineralölsteuer, die bei Superbenzin 64,5 Cent pro Liter ausmacht, konstant. Die reinen Kosten für die Produktbeschaffung machen nach Zahlen des MWV typischerweise nur einen Bruchteil des Preises an der Zapfsäule aus.

Archiv:  Eine Frau dreht am Thermostat einer Heizung, am  07.03.2019 in Niedersachsen, Hannover

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von Sven-Hendrik Hahn
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