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Hohe Spritpreise : Daten zeigen keine Änderung im Fahrverhalten

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Die gestiegenen Preise für Benzin und Diesel sorgen für viele Klagen. Ein angepasstes Fahrverhalten ist aus den Verkehrsdaten bislang allerdings nicht abzulesen.

Spritpreise sind an einer Tankstelle zu sehen, wo unter anderem der Liter Diesel 2,369 Euro kostet, aufgenommen am 10.03.2022
Die Preise für Benzin und Diesel steigen, doch die meisten Autofahrer verhalten sich wie immer.
Quelle: dpa

Trotz des enormen Preissprungs bei den Spritkosten drosseln Autofahrer in Deutschland nach Erhebungen von Verkehrsdatenanbietern bisher nicht das Tempo. Auf Autobahnen ist bisher kein Rückgang der Geschwindigkeiten festzustellen, wie Auswertungen der Datenanbieter Inrix und TomTom für die Deutsche Presse-Agentur übereinstimmend ergaben.

Verkehr wird nicht langsamer

Insbesondere auf der Autobahn aber ist der Verbrauch pro Kilometer stark von der gefahrenen Geschwindigkeit abhängig. Laut Umweltbundesamt verbraucht beispielsweise ein typisches Fahrzeug mit 90 Stundenkilometern auf der gleichen Strecke 23 Prozent weniger Sprit als mit einer Geschwindigkeit von 110 Kilometer pro Stunde.

Unsere Geschwindigkeitsanalyse mehrerer Autobahnabschnitte in Deutschland lässt derzeit keine Veränderung der Fahrgewohnheiten aufgrund des Kraftstoffpreises erkennen.
Bob Pishue vom Verkehrsdatemanbieter Inrix.

Allerdings habe man auf einzelnen Strecken einen Anstieg des Verkehrsaufkommens in den Stoßzeiten und in Folge dessen etwas niedrigere Geschwindigkeiten als im historischen Vergleich gesehen.

Wegen der hohen Spritpreise plant der Finanzminister eine rasche Entlastung: Ein Literpreis von zwei Euro solle dabei "Orientierungspunkt" sein, sagte Lindner im ZDF.

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Bei TomTom sieht man unterschiedliche Entwicklungen zwischen Werktagen und Wochenenden. In der Woche sieht man dort "keine Anpassung im Fahrverhalten bezüglich der Durchschnittsgeschwindigkeit auf den betrachteten Autobahnen seit den Spritpreissteigerungen".

Weniger Autos unterwegs

Tendenziell sei der Verkehr in der vergangenen Woche sogar schneller als Mitte Februar. Allerdings gebe es Anzeichen, dass weniger Autos unterwegs seien, was den Verkehrsfluss verbessere.

Benzin und Diesel in Deutschland sind so teuer wie nie, das belastet die Verbraucher*innen.

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An Wochenenden ergibt sich bei TomTom dagegen kein einheitliches Bild. Die Tendenz gehe hier zwar in Richtung einer etwas langsameren Durchschnittsgeschwindigkeit. Allerdings gebe es Anzeichen für mehr Verkehr, was dies erklären könnte.

Die Spritpreise liegen mit weit über zwei Euro pro Liter derzeit auf nie gekanntem Niveau, nachdem sie in den ersten beiden Wochen des Ukraine-Krieges beispiellos in die Höhe geschossen waren - teilweise um mehr als 10 Cent pro Tag. Diesel hat sich seit Kriegsbeginn laut Daten des ADAC um gut 64 Cent verteuert, Super E10 um fast 45 Cent.

Aktivisten von Greenpeace haben den Eingang zur Erdölraffinerie PCK in Schwedt blockiert. Mit der Protestaktion fordern sie den Importstopp von russischem Öl nach Deutschland.

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Grünen-Politiker rät zu Temporeduzierung

Der Grünen-Verkehrspolitiker Stefan Gelbhaar bezeichnete eine Temporeduzierung auf Straßen als "logische Antwort" auf die steigenden Spritpreise.

Wer langsamer mit dem Auto fährt, verbraucht auch weniger Sprit.
Stefan Gelbhaar, verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion.

Deshalb mache "eine Temporeduzierung auf allen Straßen innerorts wie außerorts Sinn", so Gelbhaar.

Wegen der hohen Benzinpreise hat Finanzminister Lindner einen Tankzuschuss vorgeschlagen. Die Idee sei kontraproduktiv zu den Plänen der Grünen, so Korrespondent Frank Buchwald.

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Noch effektiver sei das Vermeiden von Fahrten, etwa durch die Verlängerung und Präzisierung der Homeoffice-Regelungen, oder der Umstieg auf fossilfreie und fossilarme Verkehrsmittel. Konkrete Einsparvorschläge seien hier vom Verkehrsministerium bald zu erwarten, sagte er mit Blick auf Ressortchef Volker Wissing (FDP).

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