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Herbert Diess : Wolfsburg: VW-Chef rechnet mit Stellenabbau

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Volkswagenchef Herbert Diess rechnet mit dem Wegfall von Stellen im Stammwerk Wolfsburg. Das Werk müsse Diess zufolge produktiver sein. Konkrete Zahlen nannte der VW-Chef nicht.

Archiv: Neuwagen von Volkswagen stehen in den Autotürmen der Autostadt am VW-Werk in Wolfsburg
VW-Werk in Wolfsburg
Quelle: dpa

Volkswagen-Chef Herbert Diess hat inmitten der Diskussionen über die Zukunft des Werks Wolfsburg klargemacht, dass er am Stammsitz in den kommenden Jahren mit dem Wegfall von Stellen rechnet.

Wir brauchen mehr Geschwindigkeit in der Entwicklung neuer Fahrzeuge und bei der Entscheidungsfindung.
Herbert Diess, Volkswagen-Chef

Er verwies dabei auf die Konkurrenz durch das entstehende Werk des US-Elektroautobauers Tesla bei Berlin. "Das ist die Herausforderung, der Wolfsburg sich gegenübersieht." Das Werk müsse produktiver werden.

Sicherlich brauchen wir dazu einen Abbau von Stellen.
Herbert Diess, Volkswagen-Chef

Diess nannte dabei Jobs in der Produktion als auch Stellen in Verwaltung und Entwicklung.

Überlegungen zum Arbeitsplatzabbau

Derzeit spreche das Unternehmen mit den Arbeitnehmern über einen Plan, wie das Werk bis 2030 fit für den Wettbewerb gemacht werden könne. Am Vortag habe man im Aufsichtsrat entschieden, eine gemeinsame Vision auszuarbeiten. Dahingehend seien sich Betriebsrat und Management einig.

In den vergangenen Wochen wurde unter anderem über einen Abbau von rund 30.000 Stellen in der Kernmarke VW Pkw spekuliert. Zu konkreten Zahlen wollte sich Diess nicht äußern.

Das ist noch nicht ausgemacht, wir werden in den kommenden Wochen daran arbeiten.
Herbert Diess, Volkswagen-Chef

Folgen des Chipmangels

Das Stammwerk in Wolfsburg ist derzeit vor allem wegen der Engpässe in der Belieferung mit Chips schwach ausgelastet. Die Beratungen zur alljährlich im November stattfindenden Budgetrunde, in der die Investitionen der kommenden fünf Jahre verplant werden, werfen vor diesem Hintergrund ihren Schatten voraus. Zuletzt kam es wieder zu deutlicher Kritik aus dem Betriebsrat, der weitere Modelle für Wolfsburg fordert

VW lieferte im dritten Quartal weltweit rund ein Viertel weniger Autos an die Kunden als im Vorjahreszeitraum aus. Vor allem die Lieferengpässe bei Halbleitern stoppten mehrfach die Produktion in den Werken. In Deutschland mussten viele Beschäftigte in die Kurzarbeit.

Gemessen am Absatzeinbruch fielen die Finanzzahlen für Juli bis September aber weniger schlimm aus als befürchtet. Der Umsatz ging um rund vier Prozent auf 56,9 Milliarden Euro zurück. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern blieb mit 2,8 Milliarden Euro rund zwölf Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Renditeziel für 2021 bestätigte VW.

Unter dem Strich machte der Konzern sogar mehr Gewinn, weil er weniger Steuern verbuchte und auch das Finanz- und Beteiligungsergebnis besser ausfiel. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn stieg um rund sieben Prozent auf 2,8 Milliarden Euro. Die Kernmarke VW Pkw verzeichnete ein operatives Minus von 184 Millionen Euro.

Bei Seat und Skoda waren es etwas geringere Verluste. "Die Ergebnisse des dritten Quartals zeigen einmal mehr, dass wir die Verbesserung der Produktivität im Volumenbereich jetzt konsequent vorantreiben müssen", sagte Diess.

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