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Neue Bepreisung ab 2022 - Strompreis: EEG-Umlage sinkt

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Die Umlage zur Finanzierung der erneuerbaren Energien sinkt deutlich: Im kommenden Jahr wird die EEG-Umlage bei 3,7 Cent pro Kilowattstunde liegen.

Nach der Preisexplosion bei den Energiekosten können Verbraucher, dank der Senkung der Ökostrom-Umlage, auf eine Entlastung hoffen. Im kommenden Jahr sinkt die EEG-Umlage deutlich.

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Im kommenden Jahr werde die EEG-Umlage auf 3,723 Cent je Kilowattstunde sinken von derzeit 6,5 Cent, wie die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, 50Hertz, TransnetBW und Tennet am Freitag berichteten. Das sind etwa 2,8 Cent weniger als derzeit. Damit könnte der Strompreis sinken.

Gründe sind vor allem der hohe Preis für Börsenstrom sowie hohe Rücklagen. Dazu kommt die Erwartung, dass 2022 Strom aus erneuerbaren Quellen weiter zunimmt. Zu der Senkung habe auch ein staatlicher Zuschuss von 3,25 Milliarden Euro beigetragen, wie die Netzbetreiber sagten.

Vergleichsportal: Haushalte werden entlastet

Durch die Senkung könnte nach Berechnungen des Vergleichportals Verivox ein Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden um rund 132 Euro entlastet werden.

Ob diese Senkung bei den Kunden auch ankommt, ist ungewiss. Experten verweisen darauf, dass gleichzeitig die Beschaffungskosten und die Kosten für den Netzausbau steigen.

Finanzierung der Erneuerbaren Energien

Die seit dem Jahr 2000 erhobene EEG-Umlage finanziert den Ausbau der erneuerbaren Energien. Betreiber von Ökostrom-Anlagen, die Strom in das Netz der öffentlichen Versorgung einspeisen, erhalten dafür eine festgelegte Vergütung.

Die Übertragungsnetzbetreiber verkaufen den eingespeisten Strom an der Strombörse. Da die Preise an der Börse unter den gesetzlich festgelegten Vergütungssätzen liegen, wird den Netzbetreibern der Differenzbetrag erstattet. Steigt der Börsenpreis, sinkt die Umlage.

Die Gas- und Strompreise steigen europaweit rasant. Die Finanz- und Wirtschaftsminister der Euro-Länder diskutieren Vorschläge, wie die Verbraucher entlastet werden können.

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Wer bezahlt für die Umlage?

Am Ende wird die EEG-Umlage grundsätzlich auf alle Stromverbraucher umgelegt. Laut Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wird sie knapp zur Hälfte von Unternehmen und zu gut einem Drittel von den privaten Haushalten getragen, der Rest entfällt größtenteils auf öffentliche Einrichtungen.

Der Bundeszuschuss 2022 0,934 Cent und wird in diesem Jahr ausschließlich aus den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung finanziert, wie die Betreiber mitteilten. Ohne den Zuschuss läge die EEG-Umlage also im kommenden Jahr bei knapp 4,7 Cent.

Rabatte für Unternehmen

Unternehmen können aus besonders stromintensiven Branchen Rabatte bekommen, um Wettbewerbsnachteile vorzubeugen. 2020 erhielten laut Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle insgesamt 2.051 Unternehmen Ermäßigungen, fast ausschließlich aus dem produzierenden Gewerbe.

Stromzähler in einem privaten Haushalt

EEG-Umlage - Experten fordern niedrigere Strompreise 

Experten fordern die Entlastung von Unternehmen und Haushalten beim Strompreis. Außerdem schreiben sie, es sei eine "radikale Restrukturierung" des globalen Energiesystems nötig.

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